Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 26. Februar 2020

26.02.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Corona-Virus breitet sich weiter aus

Das Corona-Virus hat sich am Mittwoch in vielen Ländern weiter ausgebreitet. In Italien waren es am Nachmittag 12 Tote und viele neue Ansteckungen. In Spanien gab es ein zweites Todesopfer. Ein Fall des Corona-Virus wurde in Brasilien bekannt. Es ist damit die erste Corona-Infektion in Südamerika. Zum ersten Mal gab es außerhalb von China mehr neue Ansteckungen als innerhalb von China.

Auch in Österreich gab es am Mittwoch mehrere Verdachts-Fälle. Die Tests ergaben aber keinen neuen Corona-Fall. Bereits am Dienstag wurden 2 Fälle in Tirol bestätigt. Beiden Personen geht es mittlerweile wieder besser. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bittet die Bevölkerung darum, ruhig zu bleiben.

Sohn soll in Enns Vater getötet haben

In Enns in Oberösterreich soll am Dienstag ein 42-jähriger Mann seinen 78-jährigen Vater getötet haben. Die 2 sollen schon jahrelang immer wieder miteinander gestritten haben. Auch kurz vor der Tat soll es wieder einen Streit zwischen den beiden gegeben haben. Dieser Streit endete schließlich damit, dass der Sohn seinen Vater attackiert und getötet hat.

Der Sohn rief nach der Tat selbst die Rettung an. Dabei soll er auch gesagt haben, dass man auch gleich die Polizei schicken soll. Die Rettung konnte den Vater nicht mehr retten, der Sohn ließ sich von der Polizei festnehmen.

Das Bundes-Verfassungs-Gericht in Deutschland ermöglicht Sterbehilfe

In Deutschland hat das Bundes-Verfassungs-Gericht das Verbot für die geschäftsmäßige Sterbehilfe für nichtig erklärt. Das heißt das Verbot gilt nicht. Bei der geschäftsmäßigen Sterbehilfe meint man, dass man mehrmals Sterbehilfe anbietet. Laut dem Gericht soll jeder Mensch selber entscheiden können, ob er weiter leben möchte.

Von jemandem auf eigenes Verlangen getötet zu werden, bleibt aber in Deutschland verboten. Man darf aber jemandem, der sterben möchte, ein Gift geben. Mit diesem Gift kann sich diese Person selbst töten. In Österreich ist das verboten.

Erklärung: Bundes-Verfassungs-Gericht

Das Bundes-Verfassungs-Gericht ist das höchste Gericht in Deutschland.

Erklärung: Sterbehilfe

Sterbehilfe bedeutet, dass jemandem dabei geholfen wird, sich selbst zu töten. Es gibt Menschen, die um Sterbehilfe bitten, wenn sie zum Beispiel täglich große Schmerzen haben. Diese Menschen wollen nicht mehr leiden.

In Österreich ist jede Art der Sterbehilfe verboten. Dafür kann man sogar ins Gefängnis kommen.

Die christliche Fastenzeit beginnt

Am heutigen Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Der Aschermittwoch ist der 7. Mittwoch vor Ostern. Ostern ist ein sehr wichtiges Fest im Christentum. Es wird auch Fest der Auferstehung genannt. Laut der christlichen Tradition soll 40 Tage lang als Vorbereitung auf Ostern gefastet werden.

Fasten bedeutet, dass man auf etwas verzichtet. Verzichtet wird dabei zum Beispiel auf Süßigkeiten oder Fleisch. Nach den 40 Tagen endet dann die Fastenzeit. Das wird mit einem großen Festessen gefeiert.

Sprachstufe A2:

Viele neue Fälle von dem Corona-Virus

Das Corona-Virus breitet

sich in vielen Ländern weiter aus.

12 Tote gibt es mittlerweile in Italien.

In Spanien sind es 2 Tote.

Das Corona-Virus hat auch

den Kontinent Südamerika erreicht.

In Brasilien gibt es die erste Erkrankung.

Auch in Österreich bestand

bei mehreren Personen der Verdacht.

Die Tests zeigten aber keinen Virus.

Den 2 erkrankten Menschen in Tirol

geht es schon besser.

Sie haben kein Fieber mehr.

In Oberösterreich soll ein Mann seinen Vater getötet haben

Am Dienstag soll ein Mann

im Bundesland Oberösterreich

seinen Vater getötet haben.

Der Sohn ist 42 Jahre alt

und sein Vater war 78 Jahre alt.

Die 2 sollen oft gestritten haben.

Vor der Tat gab es wohl auch

einen Streit.

Nach der Tat rief der Sohn

die Rettung an.

Die Rettung konnte den Vater

aber nicht mehr retten.

Der Sohn ließ sich von der

Polizei festnehmen.

In Deutschland dürfen Vereine nun Sterbe-Hilfe anbieten

In Deutschland hat das höchste Gericht

das Verbot für die geschäfts-mäßige

Sterbe-Hilfe zurückgenommen.

Der Gericht sagt, dass jeder Mensch

das Recht hat zu entscheiden,

ob er noch weiter leben möchte.

Das heißt, Vereine dürfen nun

anderen Menschen Sterbe-Hilfe anbieten.

Diese Vereine töten aber niemanden.

Sie geben anderen Menschen aber

die Möglichkeit, sich selbst zu töten.

Es gibt viele Menschen, die oft

sehr starke Schmerzen haben.

Die Schmerzen werden oft so schlimm,

dass sie sterben möchten.

Diese Menschen wollen einfach

nicht mehr leiden und Schmerz-Mittel

helfen ihnen nicht.

Erklärung: Sterbe-Hilfe

Manche Menschen wollen Sterbe-Hilfe.

Sie wollen nicht mehr leben,

können sich aber nicht selbst töten.

Deshalb bitten sie andere um Hilfe.

In Österreich ist Sterbe-Hilfe verboten,

es gibt aber Länder, wo das erlaubt ist.

Die Fasten-Zeit hat begonnen

Der Mittwoch nach dem Faschings-Dienstag

ist der Ascher-Mittwoch.

Am Ascher-Mittwoch beginnt

im Christentum die Fasten-Zeit.

Fasten ist eine christliche Tradition.

Das heißt, man verzichtet auf etwas.

Zum Beispiel kann man auf Fleisch

oder Süßigkeiten verzichten.

Die Fasten-Zeit ist 40 Tage lang.

Nach den 40 Tagen darf man

wieder alles essen.

Es ist auch üblich, dass dann

ein großes Festessen gemacht wird.

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