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Verteilung an Kinder, denen sonst ein schulischer Nachteil entstehen könne © APA (AFP)
Verteilung an Kinder, denen sonst ein schulischer Nachteil entstehen könne © APA (AFP)

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Vergabe von 1.000 Laptops in NÖ für SPÖ ein "Schlag ins Gesicht"

23.04.2020

Die SPÖ Niederösterreich hat die Vergabe von 1.000 Laptops an Schüler ohne angemessene technische Hilfsmittel im Bundesland kritisiert. "Das ist in Wahrheit ein Schlag ins Gesicht", sagte SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar. Jeder der 573 niederösterreichischen Gemeinden würden so nicht einmal zwei der Geräte zustehen. "Praxisfremder geht es nicht mehr", betonte er.

Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) hatte die Verteilung der Laptops an Kinder angekündigt, denen in Ermangelung adäquater Geräte ein schulischer Nachteil entstehen könne. "Die SPÖ hat seit Jahren gefordert, dass jeder Schüler in Niederösterreich einen Laptop bekommen soll", erinnerte Kocevar. Dies sei zunächst von der ÖVP belächelt worden. "Jetzt sehen wir, wie wichtig diese Forderung war", fuhr er fort. Es sei daher besser, sich zusammenzusetzen, bevor man "plakative Meldungen" ausgebe.

Für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs forderte der Politiker "klare Planungssicherheit" für Schüler, Lehrer und Eltern: "Im Mai werden immer mehr Menschen in die Betriebe zurückkehren, wer kümmert sich dann um die Kinder?" Der SPÖ-Landesgeschäftsführer verlangte außerdem von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) klare Aussagen. "Viele haben ihren Urlaub schon gebucht und müssen jetzt schauen, ob sie stornieren müssen", erklärte er. Kleine Hotels wüssten nicht, ob und unter welchen Auflagen sie im Sommer Gäste empfangen dürfen. Auch für Veranstalter internationaler Reisen bleibe unsicher, ob Flüge stattfinden können. Dies gelte es zu klären, bevor man sich um die mögliche Einreise deutscher Urlauber kümmere.

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