Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 30. April 2020

30.04.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Corona-Krise lässt die Wirtschaft stark schrumpfen

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus schaden der Wirtschaft in Österreich. Deshalb gibt es eine Rezession. Die Wirtschaft in Österreich ist heuer im 1. Quartal um rund 2,5 Prozent geschrumpft. Das 1. Quartal umfasst die Monate Jänner, Februar und März.

Das 2. Quartal wird heuer noch schlimmer werden, erwarten Wirtschafts-Forscher. Wie stark die österreichische Wirtschaft von April bis Juni schrumpft, weiß man noch nicht. Die Wirtschaft kann 2 bis 3 Mal so stark schrumpfen wie im 1. Quartal, glauben die Wirtschafts-Forscher.

Erklärung: Wirtschafts-Wachstum und Rezession

Wenn die Wirtschaft wächst, nennt man das Wirtschafts-Wachstum. Die Wirtschaft wächst, wenn mehr Dinge hergestellt und verkauft werden. Dann gibt es für die Menschen mehr Arbeitsplätze.

Bei einer Rezession ist es umgekehrt. Die Wirtschaft schrumpft, weil weniger Dinge hergestellt und verkauft werden. Dann gibt es auch mehr Arbeitslose, weil viel Menschen ihren Job verlieren.

Mitte April gab es die meisten Arbeitslosen

Die Arbeitslosigkeit in Österreich war Mitte April am höchsten und ging dann leicht zurück. Das hat Arbeits-Ministerin Christine Aschbacher am Donnerstag mitgeteilt. Am 13. April waren 588.000 Menschen arbeitslos, am 27. April waren es dann 572.000. Außerdem gibt es derzeit Anträge auf Kurz-Arbeit für 1,2 Millionen Arbeit-Nehmer.

Die Kurz-Arbeit soll Firmen und ihren Mitarbeitern helfen. Bei der Kurz-Arbeit arbeiten die Mitarbeiter weniger. Ihr Geld bekommen sie dabei vom Staat und nicht von den Firmen. Das hilft den Firmen, weil sie viel Geld sparen. Sie müssen ihre Mitarbeiter dann nicht kündigen.

Strom und Gas werden bis Ende Juni nicht abgedreht

Während der Corona-Krise können viele Menschen nicht zur Bank oder Post gehen. Viel haben auch ihre Arbeit verloren. Daher können sie auch Dinge wie Miete, Gas, Wasser und Heizung nicht bezahlen. Für diese Menschen gab es bereits eine Vereinbarung mit der österreichischen Energie-Wirtschaft, damit niemanden Gas, Wasser oder Heizung abgedreht wird.

Diese Regelung galt bis Ende April und wurde nun bis Ende Juni verlängert. Sie gilt für private Haushalte und für kleine Firmen. Ihnen wird also auf keinen Fall Strom oder Gas abgedreht.

Neu-Ansteckungen in Südkorea nur durch Einreisende

In Südkorea hat es am Donnerstag 4 neue Ansteckungen mit dem Corona-Virus gegeben. Diese 4 Personen haben sich aber alle im Ausland angesteckt und sind dann erst nach Südkorea eingereist. In Südkorea selbst hat sich zum ersten Mal niemand mit dem Virus angesteckt.

Insgesamt haben sich in Südkorea schon über 10.000 Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. 247 sind deswegen gestorben. In Südkorea hat es bisher keine Ausgangs-Sperren oder Geschäfts-Schließungen gegeben. Dafür werden aber sehr viele Tests auf den Corona-Virus gemacht.

Sprachstufe A2:

Wegen dem Corona-Virus schrumpft die Wirtschaft

In Österreich waren wegen dem

Corona-Virus die meisten Geschäfte zu.

Noch immer sind alle Lokale und Hotels zu.

Das ist sehr schlecht für die Wirtschaft.

Deshalb ist die Wirtschaft heuer

im 1. Viertel-Jahr stark geschrumpft.

Dadurch verdienen viele Firmen

weniger Geld und viele Menschen

haben weniger oder gar keine Arbeit.

Das 2. Viertel-Jahr

dauert vor April bis Juni.

Da wird die Wirtschaft noch

viel stärker schrumpfen.

Das sagen die Wirtschafts-Forscher.

Wie stark genau die Wirtschaft

schrumpfen wird, das wissen

die Wirtschafts-Forscher noch nicht.

Es gibt viele Arbeitslose wegen der Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise haben

viele Menschen in Österreich

ihre Arbeit verloren.

Die meisten Arbeitslosen

gab es Mitte April.

Ende April gab es dann nicht mehr

ganz so viele Arbeitslose.

Das hat die Arbeits-Ministerin

Christine Aschbacher gesagt.

Ende April waren aber immer noch

viel mehr Menschen arbeitslos

als im vorigen Jahr.

Außerdem sind jetzt schon rund

1,2 Millionen Menschen in Kurz-Arbeit.

Die Kurz-Arbeit gibt es, damit nicht

noch mehr Menschen ihre Arbeit verlieren.

Bei der Kurz-Arbeit behalten

die Menschen ihre Arbeit.

Sie arbeiten aber weniger als sonst.

Ihr Geld bekommen sie aber nicht mehr

von den Firmen, sondern vom Staat.

Die Firmen sparen dadurch viel Geld und

müssen ihre Mitarbeiter nicht entlassen.

In Österreich wird niemandem Strom, Gas und Wärme abgedreht

Zurzeit können viele Menschen

in Österreich nicht zur Bank gehen.

Viele haben auch ihre Arbeit verloren.

Das liegt an der Corona-Krise.

Deshalb können viele Menschen zum Beispiel

ihre Strom-Rechnung oder Gas-Rechnung

nicht rechtzeitig bezahlen.

Normalerwiese wird einem dann

das Gas oder der Strom abgedreht.

Während der Corona-Krise wird aber

niemandem Strom oder Gas abgedreht.

Das galt zuerst nur bis Ende April.

Aber nun hat man diese Regelung

bis Ende Juni verlängert.

Der Corona-Virus verbreitet sich in Südkorea durch Einreisende

Seit Februar hat sich der Corona-Virus

im Land Südkorea verbreitet

Jetzt hat sich zum ersten Mal niemand

im Land neu mit dem Virus angesteckt.

Es gab am Donnerstag aber trotzdem

4 neue Ansteckungen mit dem Virus.

Diese Menschen haben sich aber im Ausland

mit dem Virus angesteckt und

sind dann nach Südkorea gereist.

Bisher haben sich in Südkorea über 10.000

Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt.

247 Menschen sind daran gestorben.

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