Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 4. Juni 2020

04.06.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Untersuchungs-Ausschuss zu "Ibiza-Video" gestartet

Vor mehr als einem Jahr wurde das sogenannte Ibiza-Video veröffentlicht. Wegen dem Video löste sich die damalige Regierung aus ÖVP und FPÖ auf. Es kam zu Neuwahlen. Am Donnerstag hat nun der Untersuchungs-Ausschuss zum Ibiza-Video begonnen. Der U-Ausschuss soll klären, ob die im Video gezeigten Politiker Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache etwas Verbotenes getan haben.

Neben Gudenus und Strache kommt auch Florian Klenk zu Wort. Er ist der Chef-Redakteur der Zeitung "Der Falter". Die Zeitung hat sich sehr mit dem Ibiza-Video beschäftigt.

Erklärung: Ibiza-Video

Im Mai vorigen Jahres ist ein geheim aufgenommenes Video veröffentlicht worden. Das Video wurde im Jahr 2017 auf der spanischen Insel Ibiza aufgenommen. In dem Video spricht der damalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der Partei FPÖ mit einer angeblichen russischen Geldgeberin.

Er verspricht ihr, dass sie Aufträge vom Staat bekommt, wenn die FPÖ in die Regierung kommt. Solche Abmachungen sind aber verboten. Als Folge von dem Video trat Strache als Vizekanzler und als Chef von der FPÖ zurück.

Erklärung: Untersuchungs-Ausschuss

Ein Untersuchungs-Ausschuss sieht sich an, ob bei einem wichtigen politischen Thema alle Gesetze eingehalten wurden. Oder ob es Fehler gegeben hat. Im Ausschuss können die Politiker der Parteien Fragen an Personen stellen, die mit dem Thema zu tun hatten. Der Untersuchungs-Ausschuss wird auch U-Ausschuss abgekürzt.

Laudamotion-Mitarbeiter sollen über neuen Kollektiv-Vertrag abstimmen

Bei der österreichischen Fluglinie Laudamotion hat man sich auf einen neuen Kollektiv-Vertrag geeinigt. Dabei verdienen die Mitarbeiter weniger als bisher. Am Wochenende sollen Mitarbeiter von Laudamotion über diesen neuen Kollektiv-Vertrag abstimmen.

Laudamotion gehört seit 2 Jahren zur irischen Billig-Fluglinie Ryanair. Ryanair verlangte von der Gewerkschaft einen neuen Kollektiv-Vertrag. Ohne den neuen Kollektiv-Vertrag wollte Ryanair den Laudamotion-Stützpunkt in Wien zusperren. Dadurch hätten 300 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren.

Erklärung: Kollektiv-Vertrag

Ein Kollektiv-Vertrag ist ein Vertrag für alle Arbeitnehmer in einem Beruf. Es gibt Kollektiv-Verträge für viele verschiedene Berufe und ihre Mitarbeiter. In einem Kollektiv-Vertrag stehen die Rechte der Mitarbeiter. Darin steht aber auch, was sie in ihrer Arbeit tun müssen und wie viel Lohn sie bekommen. Der Kollektiv-Vertrag soll die Arbeitnehmer schützen.

Konjunktur-Paket soll der deutschen Wirtschaft helfen

Die Corona-Krise hat der Wirtschaft in ganz Europa sehr geschadet, auch in Deutschland. Deshalb will man in Deutschland der Wirtschaft helfen, und zwar mit einem sogenannten Konjunktur-Paket. Das sind Maßnahmen, die die Wirtschaft mit viel Geld stärken sollen. Dafür will die deutsche Regierung heuer und nächstes Jahr insgesamt 130 Milliarden Euro ausgeben.

Das Geld wird vor allem verwendet, um Steuern zu senken. Damit bleibt den Menschen mehr Geld übrig und sie können sich auch mehr leisten. Außerdem sollen mit den Maßnahmen Gemeinden und Familien unterstützt werden.

Zwergseidenaffen-Nachwuchs im Wiener Tiergarten Schönbrunn

Am 2. April ist im Wiener Tiergarten Schönbrunn bei den Zwergseidenaffen ein Baby geboren worden. Zwergseidenaffen sind die kleinsten Affen der Welt und werden nur rund 15 Zentimeter groß. Bei der Geburt war das Affenbaby nur so groß wie ein Daumen. Inzwischen ist es groß genug, dass die Besucher es auch immer besser sehen können.

Man weiß noch nicht, ob das Affenbaby männlich oder weiblich ist. Die Eltern Timidia und Goliath kümmern sich gemeinsam um ihren Nachwuchs. Zwergseidenaffen leben normalerweise im Regenwald von Südamerika.

Sprachstufe A2:

Der U-Ausschuss zum "Ibiza-Video" hat begonnen

Im vergangenen Jahr wurde das

sogenannte Ibiza-Video veröffentlicht.

Nach dem Video löste sich die damalige

Regierung aus ÖVP und FPÖ auf.

Es kam auch zu Neuwahlen.

Am Donnerstag hat nun der U-Ausschuss

zum Ibiza-Video begonnen.

Der U-Ausschuss muss einige wichtige

Fragen klären.

Zum Beispiel, ob die Politiker

Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus

etwas Verbotenes getan haben.

Die Politiker sind im Ibiza-Video zu sehen.

Neben Gudenus und Strache

wird auch Florian Klenk befragt.

Er ist der Chef-Redakteur

von der Zeitung "Der Falter".

Die Zeitung hat sich sehr

mit dem Ibiza-Video beschäftigt.

Erklärung: Ibiza-Video

Das Ibiza-Video wurde im Jahr 2017

heimlich auf der Insel Ibiza aufgenommen.

Die Insel Ibiza gehört zu Spanien.

In dem Video sieht man unter anderem

Heinz-Christian Strache von der FPÖ.

Strache war damals Vize-Kanzler

von Österreich.

Er spricht mit einer angeblichen

russischen Geld-Geberin über

verbotene Partei-Spenden für die FPÖ.

Wegen dem Ibiza-Video beendete die ÖVP

die gemeinsame Regierung mit der FPÖ.

Außerdem musste Strache als Vizekanzler

und als Chef von der FPÖ aufhören.

Erklärung: U-Ausschuss

U-Ausschuss ist die Abkürzung für

Untersuchungs-Ausschuss.

Bei wichtigen Fragen kann das Parlament

einen Untersuchungs-Ausschuss machen.

Dabei schaut man, ob alle Gesetze

eingehalten wurden oder

Fehler gemacht wurden.

Im Ausschuss können die Politiker

Fragen an Personen stellen,

die mit dem Thema zu tun hatten.

Die Mitarbeiter von Laudamotion sollen abstimmen

Für Fluglinien ist die Corona-Krise

besonders schlimm.

Denn seit Monaten fliegen

kaum noch Flugzeuge.

Laudamotion ist eine

österreichische Fluglinie.

Dort hat die Gewerkschaft nun zugestimmt,

dass die Mitarbeiter weniger verdienen.

Jetzt sollen noch die Mitarbeiter

von Laudamotion abstimmen,

ob sie damit einverstanden sind.

Die Abstimmung soll am Wochenende sein.

Laudamotion gehört aber zu Ryanair.

Das ist eine billige Fluglinie aus Irland.

Ryanair will, dass die Mitarbeiter

von Laudamotion viel weniger

Geld verdienen als bisher.

Sonst sperrt Ryanair den Standort

von Laudamotion in Wien zu.

Dadurch würden 300 Mitarbeiter

von Laudamotion ihre Arbeit verlieren.

Erklärung: Gewerkschaft

Eine Person, die für eine Firma arbeitet,

nennt man Arbeit-Nehmer.

Allein hat es ein Arbeit-Nehmer schwer,

seine Wünsche durchzusetzen.

Deshalb tun sich mehrere Arbeit-Nehmer

zu einer Gruppe zusammen.

So sind die Arbeit-Nehmer stärker.

So eine Gruppe nennt man Gewerkschaft.

Die Gewerkschaft setzt sich zum Beispiel

für höhere Löhne oder mehr Urlaub ein.

Deutschland will der Wirtschaft mit viel Geld helfen

Die Maßnahmen gegen den Corona-Virus

sind sehr schlecht für die Wirtschaft.

In ganz Europa machen viele Firmen

weniger Umsatz und verdienen weniger.

Auch viele Menschen verdienen weniger

oder haben ihre Arbeit verloren.

Deshalb will die deutsche Regierung

der Wirtschaft in Deutschland helfen.

Dafür will die Regierung sehr viel Geld

ausgeben, nämlich 130 Milliarden Euro.

Mit dem Geld sollen vor allem

Steuern gesenkt werden.

Dann bleibt den Menschen mehr Geld über

und sie können sich mehr kaufen.

Das ist dann auch gut für die Firmen.

Außerdem will die deutsche Regierung

Gemeinden und Familien mit Geld helfen.

In Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei den Zwergseiden-Affen

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien

ist am 2. April ein besonderes Affenbaby

auf die Welt gekommen.

Es ist nämlich ein Baby

von den Zwergseiden-Affen.

Das sind die kleinsten Affen der Welt.

Sie werden nur rund 15 Zentimeter groß.

Man weiß noch nicht, ob das Affenbaby

männlich oder weiblich ist.

Es wird aber von seinen Eltern

gemeinsam aufgezogen.

In der Natur leben Zwergseiden-Affen

im Regenwald von Südamerika.

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