Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 9. Juni 2020

09.06.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

In Zukunft gilt Masken-Pflicht bei großen Demonstrationen

Auch bei Demonstrationen muss der Sicherheits-Abstand wegen des Corona-Virus eingehalten werden. Wenn das nicht möglich ist, müssen die Demonstranten in Zukunft Schutz-Masken tragen. Das hat Gesundheits-Minister Rudolf Anschober angekündigt.

Der Grund für diese Maßnahme ist die große Demonstration am vergangenen Donnerstag in Wien. Dabei demonstrierten rund 50.000 Menschen gegen Rassismus. Wegen der vielen Menschen bei dieser Demonstration wurde der notwendige Sicherheits-Abstand wegen des Corona-Virus oft nicht eingehalten.

Zahl der Kurzarbeiter und der Arbeitslosen sinkt

Derzeit sind in Österreich 1,16 Millionen Menschen wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit. Das sind 200.000 weniger als Ende Mai. Es ist das erste Mal seit dem Beginn der Corona-Krise, dass die Zahl der Kurzarbeiter zurückgeht.

Auch die Arbeitslosigkeit ist leicht zurückgegangen. Im Vergleich zur vorigen Woche haben 18.000 Menschen wieder einen Job gefunden. Das liegt auch daran, dass seit Anfang Juni die Hotels wieder aufsperren dürfen. Derzeit gibt es in Österreich 492.616 Arbeitslose.

Erklärung: Kurzarbeit

Die Kurz-Arbeit soll Firmen und ihren Mitarbeitern helfen. Bei der Kurz-Arbeit arbeiten die Mitarbeiter weniger. Ihr Geld bekommen sie dabei vom Staat und nicht von den Firmen. Das hilft den Firmen, weil sie viel Geld sparen. Sie müssen ihre Mitarbeiter dann nicht kündigen.

In Österreich wird zu wenig Obst und Gemüse produziert

In Österreich wird weniger Obst und Gemüse angebaut, als im Land gebraucht wird. Das kritisiert die Umweltschutz-Organisation Greenpeace. Die geringe Selbst-Versorgung mit Obst und Gemüse könnte in Krisenzeiten eine Schwachstelle in Österreich sein, sagt Greenpeace.

Gleichzeitig kritisiert Greenpeace, dass in Österreich viel mehr Fleisch produziert wird, als die Österreicher und Österreicherinnen essen können. Das ist ungünstig. Denn ein Großteil der Acker-Flächen in Österreich dient der Herstellung von Futter für die Tierhaltung.

Nachwuchs für Schwarzschwanz-Präriehunde in Schönbrunn

Im Wiener Tiergarten Schönbrunn wurden im April gleich 6 Schwarzschwanz-Präriehunde geboren. Präriehunde zählt man zu den Erdhörnchen, dazu gehören auch Murmeltiere und Ziesel. Die 6 Baby-Präriehunde unternehmen inzwischen schon regelmäßig längere Ausflüge.

Präriehunde werden rund 30 Zentimeter groß und leben normalerweise in Nordamerika. Die kleinen Tiere sind für ihre unterirdischen Bauten bekannt. Darin verstecken sie sich vor Feinden oder vor der Kälte. Um sich untereinander zu warnen, stoßen sie bellende Rufe aus.

Sprachstufe A2:

Bei Demonstrationen muss man nun eine Maske tragen

Auch bei Demonstrationen muss man 1 Meter

Abstand von anderen Menschen einhalten.

Dieser Abstand soll verhindern, dass man

sich mit dem Corona-Virus ansteckt.

Wenn man den Abstand nicht einhalten kann,

muss man auch bei Demonstrationen

eine Maske tragen.

Das hat der Gesundheits-Minister

Rudolf Anschober gesagt.

Vorige Woche gab es nämlich in Wien

eine Demonstration mit 50.000 Menschen.

Da hielten viele Menschen

den Sicherheits-Abstand nicht ein.

In Österreich sind nun weniger Menschen in Kurz-Arbeit oder arbeitslos

Wegen der Corona-Krise sind in Österreich

viele Menschen in Kurz-Arbeit.

Derzeit sind es fast 1,2 Millionen.

Das sind 200.000 weniger als Ende Mai.

Das heißt, diese 200.000 Menschen

arbeiten jetzt wieder normal.

Es gibt jetzt auch

etwas weniger Arbeitslose.

Jetzt haben 18.000 Menschen mehr

einen Job als noch vor einer Woche.

Das liegt daran, dass die Hotels

wieder aufsperren durften.

Erklärung: Kurz-Arbeit

Die Kurz-Arbeit gibt es, damit nicht

noch mehr Menschen ihre Arbeit verlieren.

Bei der Kurz-Arbeit behalten

die Menschen ihre Arbeit.

Sie arbeiten aber weniger als sonst.

Ihr Geld bekommen sie aber nicht mehr

von den Firmen, sondern vom Staat.

Die Firmen sparen dadurch viel Geld und

müssen ihre Mitarbeiter nicht entlassen.

In Österreich wird zu wenig Obst und Gemüse angebaut

In Österreich wird weniger Obst und Gemüse

angebaut als man in Österreich isst.

Das ist zu wenig, sagt die

Umwelt-Organisation Greenpeace.

Das kann in Krisen-Zeiten

ein Problem werden.

Denn dann können vielleicht

nicht alle Österreicher mit Obst

und Gemüse versorgt werden.

Außerdem kritisiert Greenpeace,

dass in Österreich zu viel Fleisch

hergestellt wird.

Auf alle Fälle mehr Fleisch,

als man in Österreich isst.

Die meisten Äcker in Österreich

braucht man für das Tierfutter.

In Schönbrunn wurden gleich 6 Präriehunde geboren

Im April wurden im Wiener Tiergarten

in Schönbrunn 6 Präriehunde geboren.

Präriehunde gehören zu den Erdhörnchen,

so wie Murmeltiere und Ziesel.

Die Mutter der 6 Baby-Präriehunde

versorgt sie in einem Bau unter der Erde.

Präriehunde leben normalerweise

in Erdbauten in Nordamerika.

Sie werden rund 30 Zentimeter groß.

In den Erdbauten verstecken sie sich.

Zum Beispiel vor Feinden

oder vor der Kälte im Winter.

Wenn Gefahr droht, rufen sich

Präriehunde Warnungen zu.

Das klingt dann wie ein Bellen.

Deshalb nennt man sie auch Präriehunde.

STICHWÖRTER
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