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Eisenstadts Bürgermeister verteidigt Streichung der Förderung für FH

23.06.2020

Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) hat die Kündigung des Fördervertrags mit der Fachhochschule (FH) verteidigt. Zwei Drittel der Studenten an der FH seien nicht aus dem Burgenland. Deshalb wolle er anstelle des Vertrags eine Förderung für Burgenländer, betonte Steiner in einer Aussendung. Kritik kam unterdessen von den Grünen, während die FPÖ die Entscheidung befürwortet.

7.000 junge Burgenländer, die an anderen Universitäten und Fachhochschulen studieren, würden von der bisherigen Förderung "nichts haben. Das empfinden wir als ungerecht", sagte Steiner. Außerdem würden 70 Prozent der Studenten Geld verdienen, an der FH aber gratis studieren. Man habe der FH angeboten, Gespräche über neue Möglichkeiten der Unterstützung aufzunehmen, so Steiner.

Die burgenländischen Grünen zeigten sich "schwer enttäuscht". In Zeiten der Krise bei der Bildung und der Forschung zu sparen, sei "das falsche Signal und der falsche Weg", betonte Landessprecherin Regina Petrik. Die FPÖ Eisenstadt begrüßt die Kündigung des Fördervertrags hingegen. Man habe schon 2015 vor allem aus budgetären Gründen dagegen gestimmt, sagte Klubobmann Konstantin Langhans. Lejla Visnjic, Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Burgenland, ortet einen "Angriff auf die burgenländischen Studierenden" und "ÖVP-Klientelpolitik".

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