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Doskozil will noch mit Steiner sprechen © APA (Jäger)
Doskozil will noch mit Steiner sprechen © APA (Jäger)

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Doskozil stellt Fachhochschul-Standort Eisenstadt in Frage

24.06.2020

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat die Kündigung des Fördervertrags mit der Fachhochschule (FH) durch die Landeshauptstadt Eisenstadt kritisiert. "Wenn Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) keine Partnerschaft will, ist der Standort zu hinterfragen", betonte er bei einer Pressekonferenz.

Prinzipiell sei er immer für partnerschaftliche Lösungen zu haben und werde auch noch ein Gespräch mit Steiner führen. "Falls der Bürgermeister einen anderen Weg gehen will, müssen wir uns natürlich aber die Frage stellen, ob Eisenstadt der richtige Standort für die FH Burgenland ist oder ob wir ihn verlegen müssen", sagte Doskozil. In Pinkafeld sei man froh darüber, FH-Standort zu sein. "Und in Neusiedl am See würde man die FH Burgenland mit offenen Armen empfangen, wenn dort ein Standort oder zumindest eine Expositur geschaffen wird", so der Landeshauptmann.

Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ) bezeichnete die Kündigung als "nicht nachvollziehbar". Studiengebühren seien an der FH Burgenland kein Thema.

Steiner weist Kritik zurück

Eisenstadts Bürgermeister Steiner hat die Kritik von Doskozil an der Streichung der Förderung für die FH zurückgewiesen. Die "Drohungen", den Standort aufgrund dessen möglicherweise zu verlegen, würden ihn "nicht beeindrucken", betonte Steiner in einer Aussendung.

"Wir wollen sachorientierte Politik, die Eisenstadt weiterbringt. Während das Land droht, haben wir schon Gespräche mit der Studentenvertretung geführt", sagte der Bürgermeister. Zudem biete man der FH Gespräche über eine neue Möglichkeit der Unterstützung an.

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