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Coronakrise belastet Ausbildungsmarkt in Deutschland

02.07.2020

Die Coronakrise belastet den Ausbildungsmarkt in Deutschland. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) werden Betriebe heuer voraussichtlich weniger ausbilden. Das betriebliche Ausbildungsplatzangebot liege im Branchendurchschnitt um gut 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der DIHK nach einer Umfrage unter rund 15.000 Firmen mitteilte.

Die Bewerbungsprozesse in den Unternehmen seien ins Stocken geraten, Einstellungen verzögerten sich vielerorts. Die Übernahmeperspektiven für ausgebildete Fachkräfte seien aber auch heuer gut.

Die Coronakrise habe gravierende Auswirkungen auf die Beschäftigung in Deutschland, so der DIHK. Das belaste auch die Situation am Ausbildungsmarkt. Viele Unternehmen hätten aber noch nicht abschließend über die Zahl ihrer Ausbildungsplätze entschieden: "Das zeigt, dass aktuelle Anstrengungen zur Vermittlung, aber auch Anreize durch finanzielle Unterstützung Sinn machen."

Das deutsche Bundeskabinett hatte "Azubi-Prämien" für Unternehmen auf den Weg gebracht, die in der Coronakrise in Schwierigkeiten geraten sind und trotzdem weiter ausbilden. Kleine und mittelständische Firmen, die mit großen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit zu kämpfen haben, aber ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, sollen demnach staatliche Prämien von bis zu 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen.

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