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Haben mehr Pumpen, die schädliche Stoffe hinauswerfen © APA (AFP)
Haben mehr Pumpen, die schädliche Stoffe hinauswerfen © APA (AFP)

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Im Alter gehen Bakterien aktiver gegen Antibiotika vor

20.04.2017

Je älter Bakterien sind, umso besser sind sie gegen Antibiotika gefeit, fanden Klosterneuburger Forscher mit Kollegen heraus. Die Mikroben-Senioren haben im Vergleich zu Jungspunden nämlich mehr "Pumpen" in der Außenhülle, um solche giftigen Stoffe hinauszubefördern, bevor sie Schaden anrichten. Die Studie erschien im Fachjournal "Science".

Stäbchenförmige Bakterien, wie die in der Forschung beliebten Darmbewohner Escherichia coli, teilen sich, indem sie zunächst in die Länge wachsen, und dann in der Mitte quer durchgeschnürt werden. Eine der dabei entstehenden Mikroben erbt das ältere äußere Ende (Zellpol) und wird "Mutterzelle" genannt, während die "Tochterzelle" das jüngere Ende erhält. In diesem Fall ist die Jugend aber kein Vorteil, berichten die Forscher um Calin Guet vom Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg.

In den älteren Zellpolen befinden sich nämlich mehr Pumpen (vom Typ AcrAB-TolC) in der Zellhülle (Membran), die für die Bakterien schädliche Substanzen wie Antibiotika schnell wieder hinaustransportieren, erklären sie. Dadurch können sich älteren Zellen bei moderaten Dosen solcher Arzneimitteln viel besser vermehren, als junge. Wenn die Antibiotika schließlich abgesetzt werden, könne aus diesen Senioren wieder eine größere Population entstehen, was freilich bei krankheitserregenden Stämmen für die Patienten unzuträglich ist.

Service: http://dx.doi.org/10.1126/science.aaf4762

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