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Podiumsdiskussion: Droht ein Blackout durch Cyberwar?

13.09.2019

Kann unser Stromnetz zum Ziel von Hackerangriffen werden oder sind "Cyberwars" reine Fiktion? Dieser Frage widmet sich am 16. September eine Podiumdiskussion der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Expert/innen aus Forschung und Sicherheitsbereich.

Ohne Strom geht in unserer digitalisierten Gesellschaft nichts. Und wir gehen längst davon aus, dass Strom selbstverständlich da ist: Lediglich 30 Minuten waren die Österreicher/innen im Jahr 2017 nicht mit Strom versorgt. Was aber, wenn die Stromversorgung aus politischen oder anderen Gründen durch Hacker/innen gezielt lahmgelegt wird? Gerade das Zentrum der digitalen Gesellschaft - das Internet - bietet ein potenzielles Einfallstor für Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur und insbesondere die Energieversorgung.

Ob und inwieweit ein solches Szenario in Österreich eintreten kann, ist das Thema einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 16. September 2019 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Carina Kloibhofer (Austrian Institute of Technology), Dietmar Mandl (Austrian Power Grid), August Reinisch (Universität Wien sowie ÖAW) und Walter Unger (Bundesministerium für Landesverteidigung) diskutieren über "Blackout durch Cyberwar: Fiktion oder Realität?" Dabei wird auch über Möglichkeiten der Prävention und Abwehr von Cyber-Attacken gesprochen.

Carina Kloibhofer ist Research Engineer am Center for Digital Safety & Security am Austrian Institute of Technology (AIT). Dort ist sie an der Entwicklung AI-basierter Lösungen beteiligt, die Cyber-Angriffe, "die gravierende Auswirkungen haben können", wie sie auch in einem Interview auf der ÖAW-Website schildert, frühzeitig erkennen und größeren Schaden abwehren sollen.

Dietmar Mandl ist Chief Security Officer und Data Protection Officer beim Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid. Er sieht die Energiebranche vor gewaltigen Umbrüchen, sowohl durch neue Formen der Energiegewinnung wie auch durch die Digitalisierung. Deshalb bedürfe es umfassender Maßnahmen zum Schutz der Netzstabilität, sagt Mandl.

August Reinisch ist Professor für Völker- und Europarecht an der Universität Wien sowie Mitglied der ÖAW. Er stuft grundsätzliche rechtliche Fragen als noch unbeantwortet ein, etwa ob und wann Cyber-Vorfälle als "Kriegsführung" zu werten sind oder in welchen Fällen das Völkerrecht zur Anwendung kommen kann bzw. soll.

Walter Unger ist Leiter der Abteilung "Cyber Defence" am Bundesministerium für Landesverteidigung. Er sieht Cyber-Sicherheit, Cyber-Krisenmanagement und Landesverteidigung im Cyber-Raum als gesamtstaatliche Herausforderungen an, die demzufolge auch gesamtstaatlich zu organisieren seien.

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Thomas Eiter, Professor für Wissensbasierte Systeme an der Technischen Universität Wien und Mitglied der ÖAW.

TERMIN

Podiumsdiskussion: Blackout durch Cyberwar - Fiktion oder Realität?

Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Zeit: Montag, 16. September um 18 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenfrei zugänglich. Um unverbindliche Anmeldung wird gebeten:

https://www.oeaw.ac.at/anmeldung/blackout-durch-cyberwar-fiktion-oder-realitaet/

MEHR ZUM THEMA

"Es passieren ständig größere oder kleinere Angriffe", sagt AIT-Sicherheitsexpertin Carina Kloibhofer im Interview auf der ÖAW-Website. Wenn es gegenwärtig um die Sicherheit im IT-Bereich geht, dann ist das "ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Angreifern und Verteidigern", so Kloibhofer, die am 16. September am Podium diskutiert.

INTERVIEW MIT CARINA KLOIBHOFER

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