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Grazer Klimabeirat konstituierte sich mit TU-Rektor Kainz als Leiter

06.12.2019

Nach dem überraschenden Rücktritt von Stefan Schleicher als designierter Vorsitzender hat sich der neu ins Leben gerufene Grazer Klimabeirat mit TU-Rektor Harald Kainz als Leiter konstituiert. Das laut Stadt Graz unabhängige interdisziplinäre Expertengremium soll bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten für eine integrierte und nachhaltige Stadtentwicklung beraten.

Der Beirat umfasst sieben Köpfe: Neben Kainz sind es Bernhard Puttinger vom Green Tech Cluster, Helmut Eichlseder vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz, Andrea Gössinger-Wieser vom Referat Energietechnik und Klimaschutz des Landes Steiermark, Karl Friedrich von der Montanuniversität Leoben, Florian Maringer vom Dachverband Erneuerbare Energie Österreich und Franz Maier vom Umweltdachverband. Die Expertinnen und Experten sehen ihre Rolle "als wichtigen Schritt, um Graz bei den Bemühungen zur Entwicklung einer energieeffizienten, ressourcenschonenden und emissionsarmen Stadt mit höchster Lebensqualität zu entwickeln", hieß es in der Aussendung.

Städtischer Klimaschutzbeauftragter installiert

Inhaltlich wurde der Klimaschutz in der Stadtbaudirektion angesiedelt, wo mit Thomas Drage auch ein städtischer Klimaschutzbeauftragter installiert wurde. Für Stadtbaudirektor Bertram Werle sei das ein logischer Schritt: "Klimaschutz ist eine Querschnittmaterie, die auch sehr viel mit Stadtentwicklung zu tun hat." Drage ergänzte: "Wir müssen Klimaschutz global denken und lokal handeln - also Strategien verknüpfen und Maßnahmen umsetzen, um unsere Ziele zu erreichen. Maßnahmen sind etwa die Förderung umweltfreundlicher Mobilität wie öffentlicher Verkehr, Radfahren oder Zu-Fuß-Gehen, die Vermeidung von Flächenversiegelungen, die Schaffung schattiger Aufenthaltsbereiche für Hitzetage, Fassaden- und Dachbegrünungen oder Photovoltaik und Wärmeschutz an Gebäuden."

Schleicher vom Wegener Center Graz hatte Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) mitgeteilt, dass er nun doch nicht für die Aufgabe als Vorsitzender zur Verfügung stehe. Im September hatte das Stadtoberhaupt ihn noch als künftigen Leiter des Gremiums präsentiert.

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