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6. Wissenschaftsball – ein bi(e)näres Vergnügen

13.12.2019

"Dass Wien und Wissenschaft gut zusammenpassen wird am Samstag, den 25. Jänner 2020, besonders deutlich, weil an diesem Tag der bereits 6. Wiener Ball der Wissenschaften stattfindet. Die Selbstverständlichkeit, mit der dieser Ball zur Tradition geworden ist, verdeutlicht die Rolle Wiens als zentraleuropäische Wissensmetropole, in der wissenschaftliche Exzellenz und das klassische Vergnügungsformat des Balls eine überzeugende Einheit bilden", erklärte Bürgermeister Michael Ludwig anlässlich der Programmpräsentation. 45.000 Menschen arbeiten in Wien im sogenannten Forschungs- und Entwicklungssektor (kurz F&E-Sektor). Die Anzahl der ArbeitnehmerInnen im diesem Bereich ist in Wien in den letzten 15 Jahren um mehr als 50 % gestiegen. Beim Anteil der F&E-Beschäftigten liegt die Stadt damit europaweit auf Platz 3. Dazu kommen knapp 195.000 Studierende an Wiener Unis, FHs und Privat-Unis. Diese 240.000 Menschen in Wien bilden knapp die Hälfte dieser beiden Gruppen in ganz Österreich. "Der Wissenschaftsball rückt diese Leistungen aus den Laboratorien und Bibliotheken in das Rampenlicht der heimischen und der internationalen Öffentlichkeit. Ich freue mich sehr, dass der Ball damit einen wichtigen Beitrag für das Verständnis für und die Notwendigkeit von Wissenschaft und Forschung liefert", so Ludwig abschließend.

"Die Stadt Wien fördert auf der einen Seite exzellente Wissenschaft – etwa durch den WWTF –, auf der anderen Seite aber auch die Vermittlung von zentralen Forschungsthemen der Zukunft für eine breite Öffentlichkeit. Ein Mega-Thema in den nächsten Jahren ist die Digitalisierung und ihre Folgen für Arbeit, Gesellschaft, Kultur und Alltag", erklärte ihrerseits Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler. "Wir haben deswegen von Anfang an das Thema des "Digitalen Humanismus" besonders intensiv begleitet, etwa durch die Unterstützung des "Vienna Workshop for Digital Humanism" im April am Institut für Informatik an der TU Wien. Ergebnis dieses Workshops ist das "Vienna Manifesto", mit dem weltweit anerkannte ExpertInnen wie der Gründungsvater des Internets, Tim Berners-Lee, zu einem offenen, kritischen und Menschen-gerechten Umgang mit den Informationstechnologien aufrufen." Einen Aspekt des Menschen-gerechten Umgangs mit Informationstechnologien erforscht die diesjährige Hedy-Lamarr-Preisträgerin Martina Lindorfer, Assistenzprofessorin an der TU Wien. Sie konzentriert sich auf Aspekte der Sicherheit im Umgang mit IT-Technologien. "Ich freue mich, dass auch Martina Lindorfer eine der BallbotschafterInnen des Wissenschaftsballs 2020 ist", so Kaup-Hasler

"Am Samstag, den 25.1.2020, wird das Rathaus zum sechsten Mal in ein Großraumlabor des geistvollen Vergnügens verwandelt. Wir erwarten an die 4.000 Gäste aus dem In- und Ausland. Wie im Vorjahr werden alle Festsäle des Rathauses bespielt", erläuterte Ballorganisator Oliver Lehmann das Programm im Detail. "Zentrales Thema für die diesjährige Gestaltung der Säle und des Programms ist 2020 die Biodiversität, hauptsächlich verkörpert durch die Biene. Der 6. Wiener Ball der Wissenschaften wird damit zum Schauplatz von bi(e)nären Vergnügungen: Der Bienentanz bringt Schwung auf das Parkett, Produkte aus dem Insektenreich sorgen für ein "süßes Vergnügen" – so werden Honigsorten aus allen 23 Bezirken zur Kostprobe angeboten – und die Farbpalette aus Flora und Fauna inspiriert die Dekoration der Säle."

Ballkuratorium und Ehrenschutz: Die Rektorinnen und Rektoren, Geschäftsführer und Präsidenten aller Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen sowie von IIASA, IST Austria und ÖAW sind Mitglieder des Ehrenkomitees und repräsentieren damit die zentrale Botschaft des Balls: "Spaß mit Anstand – Tanz mit Haltung".

Den Ehrenschutz übernimmt Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Vorsitzender des Ehrenpräsidiums ist Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Mitglieder des Ehrenpräsidiums sind Vizebürgermeisterin Birgit Hebein und Wissenschaftsstadträtin Mag. Veronica Kaup-Hasler.

Kartenpreise und soziale Dimension: Das Interesse ist wie in den letzten Jahren bemerkenswert hoch, und zwar sowohl im Inland wie im Ausland. Erneut ist damit zu rechnen, dass der Ball frühzeitig ausverkauft sein wird.

• Die Kartenpreise sind gleichgeblieben. Die reguläre Eintrittskarte kostet 90 Euro. Studierendenkarten gibt es wie bisher um 25 Euro.

• Zentraler Partner des Balls ist auch heuer wieder die Flüchtlingsinitiative der Universitätenkonferenz "MORE", an der sich neben allen österreichischen Universitäten u.a. auch die Österreichische HochschülerInnenschaft, Caritas, Diakonie und Industriellenvereinigung als UnterstützerInnen beteiligen. Die Einnahmen des Ballcasinos – ermöglicht durch unseren Ballpartner Casinos Austria – und unserer Fotobox kommen vollständig "MORE" zu Gute. Unter allen SpielerInnen am Roulette-Tisch wird ein Brillantring verlost, zur Verfügung gestellt von Juwelier Helvetia.

Programm: Neben den Ball-Klassikern wie der feierlichen Eröffnung durch das Jungdamen- und Jungherrenkomitee, der Mitternachtsquadrille und Tanzmusik von Swing über Disko und Rap bis Latin und Tango zeichnet sich der Ball dadurch aus, die klassischen Elemente mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzuladen:

• Bienenweide – Der diesjährige Blumenschmuck dient als Anregung zur Anpflanzung einer Bienenweide im Frühjahr. Platz dafür ist auch auf dem schmalsten Fensterbrett. Folgende Pflanzen sorgen das ganze Jahr über für einen kontinuierlichen Nahrungsnachschub und eine adäquate Behausung für (Wild)Bienen – auch und gerade in der Großstadt: Disteln, Schlehe, Schneerosen und Apfelblüten. Als wissenschaftlicher Berater fungiert Frank Schumacher, stellvertretender Leiter des Botanischen Gartens Wien.

• Bienentanz in der Disco: Informatiker Martin Kampel vom Computer Vision Lab am Institut für Visual Computing & Human-Centered Technology der TU Wien nutzt Aufnahmen von Bienentänzen, um künstliche Intelligenz zu trainieren. Am Ball werden Aufnahmen aus dem Bienenstock in die Diskothek in der Volkshalle übertragen. Das gut 30 Meter lange Wandgemälde in der Volkshalle gestalten diesmal Studierende der Akademie für Bildende Künste, natürlich auch mit Motiven aus dem Makrokosmos der Insekten. Für die Tanzrhythmen sorgen die bienenfleißige Mel Merio sowie Tex Rubinowitz und Maik Nowotny. Um 01.00 Uhr steigt Kerosin95 mit einem zuletzt etwa beim Popfest hochgelobten Rap-Act auf die Bühne.

• Die Fotobox – ebenfalls mit Bienen-Motiven ausgestattet – erzeugt gegen eine Spende wissenschaftlich garantiert faltenfreie Porträts. Der Erlös kommt der Flüchtlingsinitiative "MORE" zu Gute.

• Blick in die Zukunft der Medizin: Prof. Jörg Menche vom Center for Molecular Medicine (CEMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften präsentiert eine neuartige Virtual Reality Brille. Damit sollen in Zukunft Analysewerte aus Gewebs- oder Blutproben für ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen dreidimensional aufbereitet werden, um seltene oder nicht diagnostizierte Erkrankungen erkennen zu können. Die BesucherInnen des Balls können mit dieser Brille einen Blick in die Zukunft der Medizin werfen.

• Mitternachtseinlage: Songs, Chansons und Arien präsentiert MUK-Alumna Anne Wieben, die unter anderem im Sommer bei dem Festival "Wir sind Wien" mit der "Fledermaus" durch Wiens Freibäder getourt ist. Der zweite Teil der Mitternachtseinlage wird an Ort und Stelle live mit dem Publikum geprobt und zum Besten gegeben. Einstweilen sei nur soviel verraten: Die "Last Night of the Proms" sind Vorbild und Herausforderung für dieses Stück.

• Beim Musikprogramm wird die enge und hervorragende Kooperation mit der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien fortgesetzt. Das Orchester ist wie gehabt für die musikalische Gestaltung der Eröffnung – diesmal ganz im Zeichen des Beethoven-Jahrs 2020 – und die Mitternachtseinlage zuständig. Das Ballorchester Divertimento Viennese unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer, das aus MusikerInnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien entstanden ist, bespielt den Ballsaal. Im Stadtsenatssitzungssaal spielt die Soul-Formation Aminata & The Astronauts. Im Nordbuffet präsentiert sich mit der Latin All Star Band mit Soloist Thomas Gantsch die JAM Music Lab Private University. Und wegen des großen Erfolgs im Vorjahr wird die Tango-Bar erneut zum Schauplatz einer Milonga zu den Klängen und Rhythmen von Garufa.

• Tanzen mit den Dancing Stars: Die Choreographie der Eröffnung durch das Jungdamen- und Jungherrenkomitee sowie die Leitung der Mitternachtsquadrille übernimmt ORF Dancing Star Thomas Kraml. Die beliebten Taxitänzer stehen jenen Damen für einen Walzer zur Verfügung stellen, deren Begleiter sich dazu außer Stande sehen.

BallbotschafterInnen: Auch in diesem Jahr setzen wir wieder auf Menschen, die mit ihren Botschaften verdeutlichen, dass sich Wissenschaft nicht auf die Labors oder Bibliotheken beschränkt, sondern ebenso in der Öffentlichkeit ihren Platz hat. Übrigens: Zwei Drittel unserer BallbotschafterInnen 2020 sind Frauen. Hier eine Auswahl:

Alena Buyx: Medizinethikerin an der TU München; Mitglied des Deutschen Ethikrats und des globalen Expertenrats für Genom-Editierung der WHO; Beirätin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Applied Diagnostics und der Gesundheitsgespräche des Europäischen Forum Alpbach

Franz Essl: Ökologe an der Universität Wien, beschäftigt sich mit Biodiversitätsschutz und gebietsfremden Arten; Mitglied im österreichischen Biodiversitätsrat; engagiert sich für "Scientists for Future".

Michael Ignatieff: Präsident und Rektor der Central European University; Historiker

Martina Lindorfer: Informatiker an der Security and Privacy Group der TU Wien; Hedy-Lamarr-Preisträgerin 2019

Jörg Menche: Bioinformatiker und Experte für Network Medicine am Center for Molecular Medicine (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Andrea Möller: Biologin an der Universität Wien; Expertin für Bienendidaktik

Adrijana Novakovic: Vorsitzende der Österreichischen Hochschüler_Innenschaft, Studentin der Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Wien

Philipp Ther: Historiker an der Universität Wien; Wittgensteinpreisträger 2019; spezialisiert auf die Geschichte Ostmitteleuropas; hochgelobter Autor mehrerer Bücher, darunter "Die Außenseiter" und "Die große Transformation".

Alice Vadrot: Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien, Leiterin des ERC-finanzierten Europäischen Forschungsprojekts MARIPOLDATA zu mariner Biodiversität; Mitglied im österreichischen Biodiversitätsrat.

Anne Wieben: Sopranistin und MUK-Alumna; zuletzt zu hören und zu sehen im Rahmen des Bezirksfestivals "Wir sind Wien" und mit dem Ensemble Nesterval in Wien, in Vorarlberg und in St. Paul, Minnesota.

Andrea Zsutty: neue Leiterin des ZOOM-Kindermuseums; Kunsthistorikerin

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Rückfragehinweis:
   Oliver Lehmann
   Leiter des Organisationskomitees 
   Wiener Ball der Wissenschaften  
   lehmann@wissenschaftsball.at
   
   
   Mag. Alfred Strauch
   Mediensprecher StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
   Tel.: +43 1 4000 81169
   alfred.strauch@wien.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

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