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Princeton benennt Woodrow-Wilson-Institut um

27.06.2020

Infolge der jüngsten Debatte um Rassismus in den USA hat die Elite-Universität Princeton ihr nach dem früheren US-Präsidenten Woodrow Wilson benanntes Politik-Institut umbenannt. "Wilsons Rassismus war bedeutend und folgenschwer, selbst an den Standards seiner Epoche gemessen", erklärte Universitätspräsident Christopher Eisgruber.

Princeton habe den Politikwissenschafter Wilson, der von 1913 bis 1921 Präsident gewesen war, nicht wegen seines Rassismus geehrt, sagte Eisgruber. Die Universität habe sich davon aber nicht abhalten lassen. "Das jedoch ist letztlich das Problem. Princeton ist Teil eines Amerikas, das Rassismus zu oft gering geschätzt, ignoriert oder entschuldigt hat", schrieb Eisgruber. Dies habe das Andauern von "Systemen, die gegen Schwarze diskriminieren, erlaubt", erklärte er.

Die Entscheidung zur Umbenennung sei auf seine Empfehlung hin vom Aufsichtsrat der Universität getroffen worden. Das Institut werde künftig "Princeton School of Public and International Affairs" heißen. Noch 2016 hatte das Gremium eine Umbenennung trotz Protesten von Studenten abgelehnt. Der Tod George Floyds bei einem brutalen Polizeieinsatz habe eine neue kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus hervorgerufen, erklärte Eisgruber.

Seit Floyds Tod vor gut einem Monat und den darauffolgenden Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus haben in den USA bereits viele Institutionen und Firmen Umbenennungen in die Wege geleitet.

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