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In OÖ bleiben die Schulen unabhängig von der Ampelfarbe gelb © APA
In OÖ bleiben die Schulen unabhängig von der Ampelfarbe gelb © APA

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Coronavirus - Für zehn Bezirke steht Schulampel auf Orange

16.10.2020

In zehn Bezirken steht ab der kommenden Woche die Schulampel auf Orange. Betroffen sind Hallein, Salzburg Stadt und Salzburg Land, St. Johann im Pongau (alle Salzburg), Innsbruck Stadt und Innsbruck Land, Schwaz, Landeck, Kufstein und Imst, teilte das Bildungsministerium in einer Aussendung mit. Für Oberstufenklassen heißt das die Umstellung auf Schichtbetrieb oder Homeschooling.

"Diese Maßnahme bezieht sich ausschließlich auf die Sekundarstufe II", betonte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Alle sechs- bis 14-jährigen Kinder besuchten dagegen weiter den Präsenzunterricht an ihren Schulen. "Die Entscheidung, auf Distance Learning umzustellen, basiert auf aktuellen Zahlen über das Infektionsgeschehen sowie auf die Pendelverflechtung der Schüler und Schülerinnen mit angrenzenden Bezirken. Corona Ampel und schulische Entscheidungen sind daher nicht immer deckungsgleich." Prioritär seien für ihn Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit.

In der vergangenen Woche (Kalenderwoche 41) wurden laut einer Aufstellung der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) knapp 1.400 positiv getestete Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 19 Jahren verzeichnet. Die 214 positiven Sechs- bis Neunjährigen sowie die 495 Zehn- bis 14-Jährigen sind dabei durchgehend Schüler. Unter den 670 15- bis 19-Jährigen finden sich allerdings unter anderem auch Schulabbrecher, Präsenz- und Zivildiener oder Studenten. Insgesamt gibt es in Österreich rund 1,1 Mio. Schüler.

Ampelfarbe Orange heißt an den Schulen (neben allen Maßnahmen für die Farbe Gelb wie etwa die Maskenpflicht abseits der Klasse) für die Oberstufenklassen entweder Homeschooling oder zwei Arten des Schichtbetriebs. Bei der einen Variante können Klassen in zwei Gruppen geteilt werden, die täglich abwechselnd an der Schule bzw. zu Hause lernen. In der anderen können etwa nur einzelne Schüler, Teile von Klassen oder Schülergruppen anlassbezogen an die Schule geholt werden - etwa für fachpraktischen Unterricht, für Unterrichtsgegenstände, in denen eine Prüfung ansteht, oder nur Einstiegs- und Abschlussklassen. Die Entscheidung über die Art der Maßnahme liegt beim Schulstandort, bedarf aber der Zustimmung der jeweiligen Bildungsdirektion.

Schulen in Oberösterreich bleiben alle auf gelb

In Oberösterreich bleiben die Schulen unabhängig von der Ampelfarbe der Bezirke weiterhin gelb. In Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden wurde festgelegt, dass dies auch für die orangen Bezirke und das rote Wels gelte. Einerseits seien die Schulen aktuell nicht die Infektionsherde. Andererseits wollen man "Kindern und Jugendlichen Bildung so lange wie möglich in der Schule ermöglichen sowie die Eltern entlasten", teilte LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) mit.

In Wels sei die Situation an den Schulen derzeit stabil. Die Gesamtzahl der Schüler der Sekundarstufe II beträgt knapp 8.990. Mit heutigem Stand sind acht Schüler dieser Altersklasse an vier Welser Schulen mit Covid-19 infiziert. Rund 40 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler kommen nicht aus dem Einzugsgebiet der Stadt Wels. An Welser Pflichtschulen sind 13 Schülerinnen und Schüler an vier Standorten erkrankt. "In Kenntnis dieser Zahlen ist in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden eine Umstellung auf Distance-Learning oder ein Schichtbetrieb derzeit nicht notwendig", so Haberlander in der Presseaussendung.

Mit Stand 16. Oktober 2020, 7 Uhr, waren in Oberösterreich insgesamt 206 Schüler, 43 Pädagogen sowie fünf weitere schulbezogene Personen Corona-positiv. Die insgesamt 254 Fälle verteilen sich auf 131 Schulstandorte. Bis auf Weiteres heißt es an allen Schulen: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb der Klassen- und Gruppenräume ist Pflicht. Auch wenn es jetzt kälter geworden ist, soll weiter während des Unterrichts gelüftet werden. Abstand sowie Handhygiene sind weiter einzuhalten. "Wir wissen, dass die Schulen in Oberösterreich dies gut umsetzen und bedanken uns für die Arbeit und den Zusammenhalt aller an den Standorten", meinte Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

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