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Dystopische "Climate Fiction": Pop-Up-Ausstellung im Wiener MAK

19.10.2020

Nackte Menschen versammeln sich dicht gedrängt auf dem letzten verbliebenen Stück Erde, einige versuchen, sich auf Klippen zu retten, Hunderte stürzen herab. Martina Menegon skizziert in einer algorithmisch gesteuerten Live-Simulation eine beklemmende Version der Zukunft. Die Installation bildet den vierten Teil der Pop-Up-Ausstellungsreihe "Creative Climate Care", einer Kooperation des Wiener Museums für angewandte Kunst (MAK) mit der Universität für angewandte Kunst Wien.

Menegon gibt "Klimasorgen und Zukunftsängsten Raum und verwandelt die 'Creative Climate Care Galerie' in eine dystopische, verstörende 'Climate Fiction'", heißt es in den Unterlagen zur Ausstellung, die am Dienstag eröffnet wird und bis 4. November zu sehen ist. Protagonisten des Szenarios sind "groteske Low-Poly-Klone des 3D-gescannten Körpers der Künstlerin", die "eine verzweifelte uniforme Gesellschaft" symbolisieren.

Inspiriert zu dieser Arbeit wurde die Künstlerin demnach durch die Geschichte der Walrosse in der von David Attenborough erzählten britischen Dokumentarfilmreihe "Our Planet". Die Crew filmte Hunderte von Walrossen, die von einer überfüllten Klippe in den Tod stürzten, da es wegen der Polareisschmelze fast keine Eisschollen mehr gibt.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe können fünf Absolventen der Angewandten ihre Ideen präsentieren. Nach Menegon wird sie mit Antonia Rippel-Stefanska abgeschlossen.

Service: "when you are close to me I shiver", Ausstellung in der MAK Galerie, Wien 1, Stubenring 5, 20. Oktober bis 4. November, Di 10-21 Uhr, Mi-So 10-18 Uhr, www.mak.at

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