Kultur & Gesellschaft

Stadtgeschichte in Verbindung mit zeitgenössischen Fragestellungen © GrazMuseum
Stadtgeschichte in Verbindung mit zeitgenössischen Fragestellungen © GrazMuseum

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GrazMuseum hält im Sommer wegen Renovierung virtuell offen

09.07.2019

Das Grazer Stadtmuseum GrazMuseum ist ab dem 15. Juli bis zum 2. Oktober wegen Renovierung geschlossen. Zugänglich bleibt es dennoch: Die Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt ist ab 12. Juli in digitalisierter - und erweiterter - Form online als "Graz 360 digital" abrufbar. Wiedereröffnet wird mit der Ausstellung "Brücken, Bäder, Boulevards", kündigte Direktor Otto Hochreiter an.

Die erste Phase der Generalsanierung hat das Museumsgebäude in der Sackstraße schon im Sommer 2012 hinter sich gebracht. In diesem Sommer kommt noch die gesamte hofseitige Fassade dran, das zweite Obergeschoß wird klimatisiert. "Das ist sehr, sehr wichtig, weil wir dann ohne Bedenken auch im zweiten Stock auch hochwertige Exponate zeigen können", erklärte Hochreiter.

Zudem werde in sämtlichen Obergeschoßen ein zeitgemäßer Brandschutz eingebaut und die Gotische Halle auch zusätzlich mit einem neuen Lichtsystem ausgestattet. Insgesamt werden dafür 1,2 Millionen Euro in die Hand genommen, rund 900.00 Euro kommen vonseiten der Stadt Graz, berichtete Kulturstadtrat Günter Riegler.

Historische Dauerausstellung thematisiert Zeitgeschichte

Die Dauerausstellung "360 Graz" reicht vom Jahr der erstmaligen Erwähnung (1128) bis 2003, als Graz Kulturhauptstadt Europas war. Damit ist sie zugleich eine der wenigen historischen Dauerausstellungen in Österreich, die Zeitgeschichte bis ins 21. Jahrhundert thematisieren. Stadtgeschichte wird dabei in Verbindung mit zeitgenössischen Fragestellungen wie Globalisierung, Migration, Integration, Gleichstellungspolitik, Gentrifizierung gesetzt. Die interaktive Onlineversion der Ausstellung gehe über die reale Ausstellung noch hinaus, schilderte Vizedirektorin Sibylle Dienesch.

Ausgangspunkt sei die reale Ausstellung, "die Loslösung vom musealen Raum macht aber die Inhalte zugänglicher und ermöglicht neue, eigene Wege um der Grazer Stadtgeschichte zu folgen". Durch das neuen Webtool sollen Interessierte den Museumsbesuch besser vor- und nachbereiten können. Durch konsequente Zweisprachigkeit soll auch internationale Besucher angesprochen werden und werden bereits online neue Perspektiven auf die Stadt und ihre Geschichte geboten bekommen.

Nach der Umbaupause gibt es ab dem 2. Oktober zunächst unter em Titel "Brücken, Bäder, Boulevards" einen Rückblick auf die urbanen Qualitäten der Stadt. Illustriert wird die Thematik anhand der Murbrücken, der traditionellen Bäder als Orte der Begegnung und den Boulevards und Plätzen als Bühnen des Sehens und Gesehenwerdens, wie Hochreiter ankündigte. Parallel dazu wird die Ausstellung "Stajer-mark. Der gemeinsamen Geschichte auf der Spur" nach dem Neben- und Mit- und manchmal auch Gegeneinander der deutsch- und slowenischsprachigen Bevölkerung nachgehen.

Service: www.grazmuseum.at/

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