Kultur & Gesellschaft

Sperranlagen an der Berliner Mauer © APA (Hirsch)
Sperranlagen an der Berliner Mauer © APA (Hirsch)

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1989 - Die Berliner Mauer in Zahlen

31.10.2019

Die Lüge von SED-Chef Walter Ulbricht (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ging in die Geschichte ein. "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Nur wenig später begann an einem Sonntag im August 1961 der Bau des Bollwerks. Zahlen zu dem Symbol der deutschen Teilung.

Länge: Am 13. August 1961 beginnt 01.00 Uhr nachts die systematische Abriegelung der rund 155 Kilometer langen Grenze um West-Berlin - davon trennen 43 Kilometer das Berliner Stadtgebiet. Der Todesstreifen ist zuletzt 15 bis 150 Meter breit.

Opfer: Allein an der Berliner Mauer werden 140 Menschen getötet, darunter auch 8 DDR-Grenzsoldaten.

Kosten: Bis 1970 soll die Mauer rund 100 Millionen Ost-Mark gekostet haben. Die Gesamtkosten sind nicht bekannt.

Flucht: Mehr als 5000 Menschen gelingt die Flucht - aus der gesamten DDR fliehen zwischen 1961 bis 1989 über 40 000 Menschen.

Übergänge: Acht Grenzübergänge verbinden die beiden Stadtteile. Als erster Übergang öffnet der Kontrollpunkt Bornholmer Straße am 9. November.

Mauerwache: In den 28 Mauerjahren bewachen insgesamt mehr als 11.000 Soldaten der Nationalen Volksarmee die Berliner Grenze. Es gibt rund 300 Beobachtungstürme.

Aufbau: Ab 1975 wird die Grenzmauer mit 3,60 Meter hohen Segmenten neu errichtet. Auf die jeweils 2,75 Tonnen schweren Elemente werden 4 Meter lange Rohrauflagen gesetzt. Daneben besteht die Grenze um West-Berlin aus einer Mauer in Plattenbauweise, einem Metallzaun oder Gewässern.

Tunnel: Über die Jahre versuchen viele Menschen, durch selbstgegrabene Tunnel oder die Kanalisation die Grenzanlage zu umgehen. Rund 70 Tunnel zwischen Ost- und West-Berlin sind bekannt, über 300 DDR-Bürger gelangen so in den Westen.

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