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Forschungsausgaben sollen bis 2025 auf 3,5 Prozent des BIP steigen © APA (AFP)
Forschungsausgaben sollen bis 2025 auf 3,5 Prozent des BIP steigen © APA (AFP)

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Deutschland: Einigung in Bildungspolitik

02.02.2018

In Deutschland haben CDU, CSU und SPD bei ihren Koalitionsverhandlungen eine Einigung in der Bildungspolitik erzielt. SPD-Vizechefin Manuela Schwesig sagte in Berlin, dass in dieser Legislaturperiode sechs Milliarden Euro "in die komplette Bildungskette" von Kindertagesstätten über Ganztagsschulen und berufliche Bildung bis zu Hochschulen fließen sollten.

Weitere 3,5 Milliarden Euro sollten für die Umsetzung des Digitalpakts für die Schulen fließen, damit Schulen "in das 21. Jahrhundert befördert" würden, so Schwesig, die von einem "Leuchtturmprojekt" der Großen Koalition sprach. Im Fall einer Neuauflage der "GroKo" planen Union und SPD den Angaben zufolge auch eine Grundgesetzänderung, damit der Bund künftig die Schulen in allen Kommunen finanziell unterstützen kann. Bisher war das nur bei Investitionen in die Bildungsinfrastruktur finanzschwacher Gemeinden möglich. Die Pläne bedeuten eine weitere Abkehr vom sogenannten Kooperationsverbot, das den Ländern die alleinige Kompetenz für die Bildungspolitik einräumt.

Im Rahmen der Einigung sollen außerdem die Forschungsausgaben bis zum Jahr 2025 auf mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen, wie die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Rande der Koalitionsverhandlungen in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin mitteilte. CSU-Unterhändler Stefan Müller sagte, dass ein besonderer Schwerpunkt auf die berufliche Bildung gelegt werde. Geplant seien etwa finanzielle Hilfen für die Gebühren der Meisterausbildung. Ziel sei die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung.

CDU, CSU und SPD wollen ihre Koalitionsverhandlungen am Wochenende, spätestens aber bis Anfang kommender Woche abschließen.

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