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Vernunft. Macht. Vision. Joseph II. und die kurze Herrschaft der Aufklärung

30.10.2019

Seit Beginn seiner alleinigen Herrschaft 1780 setzte Joseph II. (1741‐1790) visionäre und radikale Reformen um, die sein Reich nachhaltig erschüttern sollten. Das Josephinum veranstaltet im Vorfeld seines 230. Todestages am 6. und 7. November eine Tagung, die sich dem josephinischen Projekt einer planmäßigen "Umwälzung von oben" im Kontext der europäischen Aufklärung widmet. Die vielfältigen Nachwirkungen sind immer noch relevant. Kaiser Joseph II. hatte am 7. November 1785 das Josephinum als medizinisch-chirurgische Militärakademie eröffnet, seine weitreichenden medizinischen Gründungen prägen das Stadtbild bis heute.

Die Josephinum Lecture am 6. November in der Österreichischen Nationalbibliothek hält der amerikanische Historiker Pieter Judson vom Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Judson hat in seinem 2017 erschienenen Werk über die Habsburger-Monarchie ein neues Narrativ eines erfolgreichen Staatsgebildes moderner Prägung geschaffen. Er spricht zur "Neupositionierung der Vermächtnisse Josephs II.: Radikale Veränderung von oben, radikale Möglichkeiten von unten". Die Autorin und Filmemacherin Monika Czernin stellt in ihrer Keynote die Reisen des Kaisers und ihren bedeutenden Einfluss auf sein Denken und sein Reformprogramm dar.

Der zweite Tag im Van Swieten Saal der MedUni Wien widmet sich der Person des Herrschers sowie den verschiedenen Reformen auf dem Gebiet der Politik, Religion, Wissenschaft, Musik und Kunst. Am Nachmittag liegt der Schwerpunkt auf den gesundheitspolitischen Errungenschaften und der Entwicklung des Josephinums – von der Gründung bis in die nahe Zukunft.

Den Vorträgen internationaler ExpertInnen folgt eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Sissi, Franz-Joseph & Maria Theresia – Warum zählt Joseph II. nicht zu den Superstars der Habsburger?". "Wir wollen anlässlich des kommenden Todestages", sagt die Direktorin des Josephinums, Christiane Druml, "der Person Josephs II. gedenken und sein Leben und Erbe im Rahmen einer internationalen Veranstaltung in neuem Licht präsentieren."

Für beide Veranstaltungen wird um eine verbindliche Anmeldung unter josephinum@meduniwien.ac.at ersucht, die Teilnahme ist kostenlos.

Termin: Josephinum Lecture & Symposium am 6./7. November 2019

Mittwoch 6. November 2019, 17:00 Uhr

Ort: Österreichische Nationalbibliothek Josefsplatz 1, 1010 Wien

Donnerstag 7. November 2019, 9:15 Uhr

Ort: Medizinische Universität Wien, Van Swieten Saal Van-Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Medizinische Universität Wien – Kurzprofil Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Europas. Mit rund 8.000 Studierenden ist sie heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit 5.500 MitarbeiterInnen, 26 Universitätskliniken und drei klinischen Instituten, 12 medizintheoretischen Zentren und zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich.

Das Josephinum – Kurzprofil Das Josephinum wurde 1785 von Kaiser Joseph II. als medizinisch-chirurgische Militärakademie gegründet und ist das bedeutendste Beispiel klassizistischer Architektur sowie ein wichtiges Zeugnis der Aufklärung in Österreich. Es ist das historische Eingangstor zur Medizinischen Universität Wien und beherbergt die Sammlungen zur Geschichte der Medizin, darunter die einzigartigen anatomischen Wachsmodelle aus Florenz, beeindruckende Instrumente, Bücher, Archivalien, Handschriften und Nachlässe. Es ist auch heute wichtiger Ort für Austausch, Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Geschichte und Ethik in der Medizin. Das Gebäude wird derzeit renoviert und als neu gestaltetes Universitätsgebäude und medizinhistorisches Museum 2021 wiedereröffnet.

Rückfragehinweis:
   Medizinische Universität Wien
   Mag. Johannes Angerer
   Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
   +431 40160 - 11 501
   Mobil: +43 664 800 16 11 501
   johannes.angerer@meduniwien.ac.at
   http://www.meduniwien.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1238/aom

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