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Gute Gesundheitsinformation erkennen

12.11.2019

Das 6. Europäische Forum für evidenzbasierte Prävention (EUFEP) widmet sich dem Thema vertrauenswürdige Gesundheitsinformation. Internationale ExpertInnen sprechen über Fake News als Gesundheitsgefahr, das Entkräften von schädlicher Gesundheitsinformation, Best-Practice-Beispiele und Fake News in der Allgemeinmedizin.

Laut Eurostat nutzen 53 Prozent der ÖsterreicherInnen das Internet, um gesundheitsrelevante Informationen zu suchen. "Doktor Google" ist einfach zu konsultieren und bietet unzählige Gesundheitsthemen. Doch nicht jede Seite ist vertrauenswürdig. Gute Gesundheitsinformation ist gerade im Zeitalter von Fake News schwer zu erkennen und zu verstehen. Auch die Darstellung von Gesundheitsrisiken ist oft irreführend. Wie unterscheidet man nun hochwertige von schädlicher Gesundheitsinformation und welche zuverlässigen Plattformen gibt es?

Internationale ExpertInnen zeigen am 16. Jänner 2020 beim EUFEP-Kongress den Unterschied zwischen Fakten und Gesundheitsmythen auf. Unter anderem erklärt Dr. Riko Muranaka (Universität Kyoto), wie in Japan die HPV-Immunisierungsrate von 70 Prozent auf ein Prozent fallen konnte. Emilie Karafillakis, MSc (London School of Hygiene and Tropical Medicine) beleuchtet das weltweite Impfmisstrauen. Julia Harlfinger, MSc MSc BSc (Donau-Universität Krems) stellt das Projekt Medizin-Transparent.at vor und Dr. Klaus Koch (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) berichtet über die Website Gesundheitsinformation.de. Dr. Stephanie Poggenburg (Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin) macht deutlich, welche Rolle Fake News in der sprichwörtlichen Praxis haben.

Mit evidenzbasierten Methoden Vertrauen schaffen

Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation sowie wissenschaftlicher Leiter des Kongresses, erklärt: "Vertrauenswürdige Plattformen wie Medizin-Transparent von Cochrane Österreich oder Gesundheitsinformation.de des deutschen IQWIG Institutes arbeiten mit evidenzbasierten Methoden und klarer Sprache, um die Informationen zu überprüfen und verständlich darzustellen. Internationale ExpertInnen zeigen bei diesem Kongress, wie man hochwertige Gesundheitsinformationen erkennt und wo man diese findet."

Zum EUFEP-Kongress

Das Europäische Forum für evidenzbasierte Prävention (EUFEP) ist eine internationale Plattform über Best Practices bei evidenzbasierten Präventionsprogrammen. Der Kongress wird von der Donau-Universität Krems und dem niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) veranstaltet. Zusätzlich wird der Kongress von der Initiative "Tut gut", dem Land Niederösterreich, Cochrane Österreich und der Landes-Kliniken-Holding unterstützt.

6. EUFEP-Kongress

(Un)seriöse Gesundheitsinformationen: erkennen, verstehen, entscheiden

Termin: 16. Jänner 2020

Ort: Burg Perchtoldsdorf, Niederösterreich

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.eufep.at

Rückfragehinweis:
Dr. Angela Kaminski-Hartenthaler 
Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2912
angela.kaminski@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at/ebm
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