Kultur & Gesellschaft

Uni Wien stark international orientiert © APA (Hochmuth)
Uni Wien stark international orientiert © APA (Hochmuth)

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In Österreich sind rund ein Viertel der Professoren "Hausberufungen"

18.11.2019

Rund ein Viertel der Professorenstellen an den Unis wird mit Personen besetzt, die unmittelbar davor an der jeweiligen Hochschule tätig waren. Dabei ist die Vorgangsweise der Unis aber verschieden: Während an der Universität für Bodenkultur (Boku) in den vergangenen drei Jahren mehr als die Hälfte der Professoren aus dem eigenen Haus berufen wurden, ist die Uni Wien international orientiert.

Zwischen 2016 und 2018 wurden laut der unidata-Datenbank des Bildungsministeriums pro Jahr jeweils rund 200 Professoren neu berufen. Jeweils rund ein Viertel davon stammte aus dem eigenen Haus.

Die Quoten sind aber je nach Uni unterschiedlich: Während in diesem Zeitraum an der Boku 16 von 26 Neuprofessoren Eigengewächse waren, war dies an der Uni Wien nur bei 20 von 157 der Fall. Auf vergleichsweise viele Hausberufungen kamen auch die Medizin-Uni Innsbruck (fünf von zehn) sowie die Technische Universität Wien (18 von 41). Kaum Professoren-Nachwuchs aus dem eigenen Haus hatten dagegen die Montanuniversität Leoben (einer von elf) oder die Uni Klagenfurt (zwei von 21).

Knappes Fünftel von einer anderen inländischen Uni

Insgesamt etwas seltener als aus dem eigenen Haus wird aus anderen österreichischen Hochschulen berufen: Von den 200 neuen Professoren der Jahre 2016 bis 2018 stammte nur ein knappes Fünftel von einer anderen inländischen Uni.

Auch hier hält sich vor allem die Uni Wien auffallend zurück: Nur 18 der 157 neuen Profs kamen von einer anderen inländischen Hochschule. Umgekehrt bedeutet das: 119 der 157 Neo-Professuren zwischen 2016 und 2018, also rund drei Viertel, wurden an der größten Uni des Landes mit Bewerbern aus dem Ausland besetzt - der Löwenanteil davon (70) aus Deutschland.

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