Kultur & Gesellschaft

Die Leitung liegt beim Weltmuseum des KHM-Museumsverbandes © APA (Hochmuth)
Die Leitung liegt beim Weltmuseum des KHM-Museumsverbandes © APA (Hochmuth)

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Ethnografische Museen reflektieren Umgang mit Indigenen und Umwelt

19.11.2019

Einen neuen Zugang im Umgang mit ihren Sammlungen und vor allem jenen Menschen, von denen die Objekte ursprünglich stammen, wollen 14 ethnografische Museen finden. Unter dem Projekttitel "Taking Care" geht es auch um Fragen des Naturschutzes und zum in den Institutionen gesammelten Wissen über Umweltzerstörung, hieß es anlässlich des Auftaktes zum Vorhaben in Wien.

Die Leitung des über vier Jahre laufenden und vonseiten der EU mit zwei Millionen Euro finanzierten Forschungsprojekts liegt beim Museumsverband des Kunsthistorischen Museums (KHM), respektive dem dazu gehörenden Weltmuseum Wien. Die Zusammenarbeit von Weltkulturen-Museen und Vertretern indigener Gruppen und Diasporagemeinschaften habe sich in den vergangenen Jahren verstärkt. Damit seien auch die Anforderungen an die Häuser gestiegen: Es gehe "auch um das Teilen von kulturellem Erbe, das Kommunizieren von Wissen, das Kreieren von neuen Zugängen und das Heilen kolonialer Traumata, wozu auch Rückgaben gehören können", heißt es in einer Aussendung.

Neben den aktuell verstärkt und kontrovers diskutierten Fragen zum Zurückgeben von Kulturerbe gehe es auch um die Umweltperspektive. Denn auch in beispielsweise von indigenen Gruppen bewohnten Gebieten haben menschgemachte Veränderungen vielfach Einzug gehalten. "Viele Objekte in den Sammlungen erinnern an Landschaften, die so heute nicht mehr existieren und beinhalten ökologisches Wissen", heißt es seitens der Initiatoren des von Institutionen aus ganz Europa getragenen Vorhabens.

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