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Deutsches Historisches Museum ehrt die Humboldt-Brüder

20.11.2019

Sie gelten als Vordenker der Moderne: Die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt werden heute als Helden der Wissenschaft bewundert. Zum 250. Geburtstag Alexander von Humboldts stellt das Deutsche Historische Museum Berlin die beiden Brüder, den Naturforscher Alexander (1769-1859) und den Bildungsreformer Wilhelm (1767-1835) in einer großen Ausstellung erstmals zusammen vor.

Für die Schau (bis 19. April) haben die Kunsthistoriker Benedicte Savoy und David Blankenstein 350 Objekte zusammengetragen - Gemälde, Kulturobjekte, Tagebücher und Messinstrumente, die den Weg der Gelehrten von der Familienvilla in Berlin-Tegel in die Forschung dokumentieren. Die Ausstellung beschreibt die Brüder als Kinder ihrer Zeit, geprägt von den Idealen der Französischen Revolution und den Hoffnungen auf die Reformen des preußischen Staates.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Schau gehört die von Alexander und seinem Reisegefährten Aime Bonpland (1773-1858) gezeichnete Karte zu den Pflanzen in den Tropen Südamerikas - eine wegweisende Darstellung der Anden. Alexander hatte mit Erlaubnis der spanischen Kolonialherren von 1799 bis 1804 die Karibik und Teile Südamerikas erforscht.

Ausgestellt werden etwa der Schreibtisch Alexanders und der Reitsattel, der Wilhelm auf einer Reise durch die Pyrenäen diente und Zeugnis der wachsenden Mobilität jener Zeit dokumentiert. Ob ein Sextant oder die Reisetagebücher Alexanders - die Ausstellung zeigt, wie die Brüder Humboldt von der Expansion Europas profitierten. Ohne Kolonialismus, so ein Fazit der Ausstellung, wäre das meiste Material wohl nicht nach Europa gelangt.

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