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Studie bringt seltene Lungenkrankheit mit E-Zigaretten in Verbindung

05.12.2019

Eine vorrangig unter Industriearbeitern auftretende Lungenerkrankung ist in einer US-Studie mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht worden. Bei einem Patienten sei Pneumokoniosis - auch bekannt als Staublunge - diagnostiziert worden, berichteten Forscher der University of California in San Francisco im Fachmagazin "European Respiratory Journal".

Sie fanden demnach unter anderem Kobalt im Dampf der von dem Patienten benutzten E-Zigarette. Pneumokoniose tritt typischerweise bei Industriearbeitern auf, die Stäuben von Schwermetallen wie Kobalt oder Wolfram ausgesetzt sind. Dazu gehöre der Patient nicht, erklärte der Wissenschafter Kirk Jones. Deshalb sei die Nutzung der E-Zigarette als "mögliche Ursache" für die Erkrankung ausgemacht worden.

Die Forscher untersuchten dem Bericht zufolge die E-Zigarette des Patienten, mit der dieser Cannabis rauchte. Im Dampf wiesen sie demnach nicht nur Kobalt nach, sondern auch andere giftige Metalle, darunter Nickel, Aluminium, Mangan, Blei und Chrom. Die Funde decken sich mit anderen Studien, die nahelegen, dass Metalle im Dampf von heißen Spiralen in den E-Zigaretten stammen.

Schadstoffbelastung durch Metall verursacht

Dass jemand Kobaltstaub ausgesetzt sei, sei abseits von einigen Industriezweigen äußerst selten, sagte Medizin-Dozent Rupal Shah von der University of California. Dies sei der "erste bekannte Fall einer durch Metall verursachten Schadstoffbelastung der Lunge" infolge des Rauchens von E-Zigaretten. Die Lunge des Patienten sei dadurch "langfristig, wahrscheinlich dauerhaft" vernarbt.

Elektrische Zigaretten, bei denen nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft wird, gewannen in den vergangenen Jahren weltweit enorm an Beliebtheit. Zuletzt stand ihre Nutzung jedoch vermehrt in der Kritik. In den USA wurden inzwischen dutzende Todesfälle und mehr als 2.000 Fälle von schweren Lungenerkrankungen mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht.

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