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Das System Schule, Bildung und Ausbildung stehen im Projektmittelpunkt © APA
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Musiktheater Linz: 100 Jahre Schulgeschichte und Schule heute

16.01.2020

Als Uraufführung präsentiert das Landestheater Linz das Musiktheaterprojekt "Die Schule oder das Alphabet der Welt" des Linzer Komponisten und Schallkünstlers Peter Androsch. Die Historie des Akademischen Gymnasiums in Linz wird anhand persönlicher Erinnerungen und Biografien zu einem Kaleidoskop der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Premiere ist am 19. Jänner im Linzer Musiktheater.

Unterstützt von den Textautoren Silke Dörner und Bernhard Doppler setzt Androsch - selbst Absolvent des Akademischen Gymnasiums in der Innenstadt - ausgehend vom Maturafoto des Jahres 1927, "lebendige Bilder" in Texte und Musik um. Die Autoren wollen jedoch nicht bloß die Geschichte des Gymnasiums erzählen, sondern "Stories anhand von Lebenslinien", so der Komponist in einem Pressegespräch in Linz.

Im Fall des Linzer Gymnasiums geht es aber auch um die zufälligen historischen Fakten, dass in jenem Stadtviertel vier Großverbrecher des NS-Regimes gelebt haben: August Eigruber, Ernst Kaltenbrunner, Adolf Eichmann und Adolf Hitler. Hitlers Nichte Geli Raubal posiert auf dem erwähnten Maturafoto von 1927. Das heutige Gymnasium wurde von den Autoren des Stücks in die Recherchen der Geschichte einbezogen.

Das System Schule

Gleichzeitig geht es in diesem neuen spartenübergreifenden Projekt aber auch generell um das System Schule, um Bildung und Ausbildung, und darum, wie sich die Schule in diesem Zeitraum verändert - oder auch - nicht verändert hat, meinte Androsch.

Ausführende sind - neben Mitgliedern des Ensembles des Musiktheaters - auch Mitglieder des Linzer Opernstudios, Schauspiel-Studierende der Linzer Bruckner Universität und der Extrachor des Landestheaters. Es spielt das Bruckner Orchester Linz, die musikalische Leitung hat Jinie Ka. Andreas von Studnitz, bis vor kurzem Intendant des Theaters Ulm, inszeniert, Bühne und Kostüme gestaltet Renate Schuler.

Die neun Aufführungen bis Mitte Februar werden von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Es umfasst u.a. themenbezogene Führungen im Stadtviertel, Diskussionen sowie Absolvententreffen.

Service: "Die Schule oder das Alphabet der Welt", Musiktheater von Peter Androsch, mit Texten von Silke Dörner und Bernhard Doppler. Musikalische Leitung: Jinie Ka, Inszenierung: Andreas von Studnitz, Dramaturgie: Katharina John, Ira Goldbecher, Andreas Erdmann. Uraufführung Sonntag,19. Jänner, 20 Uhr, Musiktheater am Volksgarten, BlackBox. Weitere Vorstellungen: 23., 26., und 29. Jänner jeweils 17 Uhr, 4., 6., und 9. Februar jeweils 17 Uhr, 11. und 13. Februar jeweils 11 Uhr. Weitere Infos zum Projekt unter www.die-schule.at

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