Kultur & Gesellschaft

Das Landesmuseum nennt mehr als zwei Millionen Objekte sein Eigen © APA (PETER LINDNER)
Das Landesmuseum nennt mehr als zwei Millionen Objekte sein Eigen © APA (PETER LINDNER)

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Generalsanierung des Kärntner Landesmuseums startet im Frühjahr

16.01.2020

Nach jahrelanger Vorbereitungszeit wird nun mit der Generalsanierung des Kärntner Landesmuseums Rudolfinum begonnen. Das Land Kärnten investiert in das Projekt insgesamt 13,2 Millionen Euro, wie Kulturreferent LH Peter Kaiser (SPÖ) vor Journalisten erklärte. Mitte 2022 soll das Museum wiedereröffnet werden.

2014 war das Museum infolge eines Wassereinbruchs geschlossen worden. Schon zuvor gab es wegen des desolaten Zustands des Gebäudes nur einen eingeschränkten Betrieb. Nun sind die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen. Kaiser sprach von einem "historischen Meilenstein", den diese Investition in die Zukunft der Sammlungen darstelle. Besonders wichtig sei ihm dabei die klare Ausrichtung des Rudolfinums auf die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher. 9,5 Millionen werden in den Bau investiert, 3,7 Millionen Euro in die Einrichtung.

Neben moderner Technik sollen auch insbesondere die baulichen Maßnahmen eine besucherzentrierte und zeitgemäße Vermittlungsarbeit unterstützen. "Ein Besuch im neuen Museum soll überraschen, unterhalten und natürlich auch zum Nachdenken anregen, aber vor allem soll das neu gestaltete Rudolfinum zur Wiederkehr einladen", so Igor Pucker, Leiter der Kulturabteilung des Landes. Neu konzipiert werden nicht nur die Form der Präsentation, sondern vor allem die Inhalte. Immerhin nennt das Landesmuseum mehr als zwei Millionen Objekte sein Eigen. Thematisch sollen nicht nur in der kontinuierlichen Forschungsarbeit, sondern auch in der künftigen Ausstellung alle wichtigen wissenschaftlichen Sparten ihren Niederschlag finden, von der Erdgeschichte über die Entwicklung der Kärntner Natur hin zu den historischen Meilensteinen.

Für das Projekt wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, für den es 26 Einreichungen gab. Den Zuschlag erhielt das Architekturbüro Winkler+Ruck, die das Rudolfinum neu gemeinsam mit Architekt Ferdinand Certov planen. Unter anderem ist ein Glasdach geplant, das die neu geschaffenen Innenhöfe überspannen soll. Im Umfeld soll die Museumsgasse verkehrsberuhigt werden.

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