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(v.l.n.r.): Pammer, Riedler, Eibinger-Miedl, Weber und Polaschek © Uni Graz/Kanizaj
(v.l.n.r.): Pammer, Riedler, Eibinger-Miedl, Weber und Polaschek © Uni Graz/Kanizaj

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Uni Graz und Unternehmer rücken ab 2021 im neuen ZWI näher zusammen

08.07.2020

Steirische Unternehmen und die Universität Graz sollen im Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer (ZWI) noch ein Stück näher zusammenrücken. In unmittelbarer Nähe zum Uni-Hauptgebäude sollen darin auf rund 3.000 Quadratmetern Start-ups und Spin-offs Platz finden. Bis zum Frühling 2021 werden insgesamt 12 Millionen Euro investiert, am 8. Juli wurde die Dachgleiche gefeiert.

Das Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer der Universität Graz soll die neue Anlaufstelle für Gründungsinteressierte, Forscher, Studierende und Unternehmen werden: Kreative Geister sollen geweckt, junge Talente gefördert und international sichtbare Partner an Bord geholt werden. Ziel des Zentrums ist u.a. die Unterstützung der Entwicklung von Spin-off-Unternehmen aus der universitären Forschung. Ein Schwerpunkt wird auf dem Thema Modern Aging und Demographic Change liegen, hieß es am Mittwoch bei einem ersten Rundgang durch die Baustelle.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wurde mit der Durchführung des Projektes, das auch der Österreichischen Hochschülerschaft an der Uni Graz eine neue Bleibe geben wird, beauftragt. Im Zentrum des Komplexes steht eine alte Gründerzeitvilla. Das Gebäude war bis zum Sommer Heimat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Uni Graz. Es wurde völlig entkernt und wird zu einem Ort der Begegnung für junge Forschende und Gründer umfunktioniert. Über einem Empfangsbereich und einem Café im Erdgeschoß entstehen Co-working-Spaces und im Dachausbau ein Konferenzbereich mit Terrasse. Der angrenzende fünfstöckiger Neubau bietet Start-Ups und KMU aus den Umfeld der Universität Mietflächen. Die neuen Räumlichkeiten für die ÖH der Uni Graz (rund 1.100 Quadratmeter) entstehen räumlich getrennt an der Schubertstraße in einem flachen Neubau.

"Dreh- und Angelpunkt für Start-ups und Spin-offs"

Die Uni Graz sei bereits durch zahlreiche Projekte mit der Wirtschaft und Industrie verbunden, hob Rektor Martin Polaschek hervor, "das ZWI soll diese Verbundenheit stärken, und es wird ab 2021 Dreh- und Angelpunkt für Start-ups und Spin-offs am Campus der Universität Graz sein", blickte Polaschek in die Zukunft. Mit dem Café, dem Co-working-Space, den eingemieteten Firmen und der angrenzenden Hochschülerschaft werde ein "pulsierender Campusbereich, der den Ideenaustausch unterstützen wird" entstehen, zeigte sich auch der Vizerektor und Initiator des Projekts, Peter Riedler, optimistisch.

In den geplanten Kosten von zwölf Millionen Euro sind rund eine Million aus Mitteln des Landes Steiermark sowie vier Millionen des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) enthalten. Mit dem ZWI setze das Land Steiermark die Strategie fort, Impulszentren direkt an den steirischen Universitäten anzusiedeln, um so die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu stärken, erklärte Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). Das Zentrum mit dem Fokus auf gesundes Älterwerden und den demographischen Wandel werde einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft liefern, so die Landesrätin.

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