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Vogelsang-Staatspreis geht an Historiker Wolfgang Mueller

16.10.2020

Der "Karl von Vogelsang-Staatspreis für Geschichte und Gesellschaftswissenschaften" geht 2020 an den Historiker Wolfgang Mueller. Der stellvertretende Vorstand des Instituts für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien erhält die vom Wissenschaftsministerium vergebene, mit 7.500 Euro dotierte Ehrung in Wien. Den mit 2.000 Euro dotierten Förderpreis bekommt der Historiker Patrick Svensson-Jajko.

Der Osteuropa-Historiker Arnold Suppan, der die Laudation auf Mueller hält, bescheinigt dem Preisträger eine profunde Kenntnis der russischen Sprache und der russischen Archive. Damit habe er eine ganze Reihe hervorragender Publikationen zur Geschichte Russlands und der Sowjetunion vorgelegt.

Dazu zählt Suppan Muellers Dissertation und Habilitationsschrift ebenso wie eine umfassende Edition zur sowjetischen Österreich-Politik und ein Handbuch zu den Revolutionen von 1989 im östlichen Europa. Zudem betreut Mueller, der seit 2017 an der Uni Wien russische Geschichte lehrt, seit sieben Jahren die vielbändige Edition der Ministerratsprotokolle der Zweiten Republik.

Buch übers Erinnern

Svensson-Jajko erhält den Förderpreis für sein Buch "(Um)Erinnern, Veränderung der Straßennamenlandschaft in Budapest und Wien zwischen 1918 und 1934" (new academic press). Dieses basiert auf der Dissertation des mittlerweile im Wissenschaftsministerium beschäftigten Historikers an der Andrássy Universität in Budapest.

Das Wissenschaftsministerium vergibt die Preise für herausragende historische Werke auf Vorschlag einer Jury. Jährlich alternierend wird der Vogelsang-Preis für Gesellschaftswissenschaften und der Victor Adler-Staatspreis für Geschichte sozialer Bewegungen vergeben.

Service: Karl von Vogelsang-Institut: http://www.kvvi.at

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Auszeichnung  | Geschichte  | Wien  | Human Interest  | Leistung  | Wissenschaft  | Sozialwissenschaften  |
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