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Doku mit Reenactments und Animationen © APA (AFP)
Doku mit Reenactments und Animationen © APA (AFP)

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"Universum"-Doku führt ins Hallstatt der frühen Eisenzeit

23.10.2020

Die Welt rund um den einzigartigen prähistorischen Salzabbau in Hallstatt lässt am Dienstag (27. Oktober) die "Universum History"-Doku "Hallstatt und das weiße Gold" auferstehen. Um 21.05 Uhr in ORF 2 geben u.a. Maria Hofstätter als Salzfürstin oder Fanny Krausz als Protagonistin "Soi" mittels Reenactment einen Einblick in die möglichen einstigen Abläufe über und unter Tage. Die Basis für die Erzählung bildet die Forschung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien.

Seit über 100 Jahren erforschen Wissenschafter den prähistorischen Salzabbau im oberösterreichischen Salzkammergut, dessen Wurzeln rund 7.000 Jahre zurückreichen. Durch den hohen Salzgehalt in den einstigen Stollen bleiben dort auch organische Stoffe erhalten, was tiefe Einblicke ins damalige Leben erlaubt.

Welt vor 2.500 Jahren lebendig machen

Mit Reenactments und Animationen wartet nun die Doku "Hallstatt und das weiße Gold - Die Salz-Saga" auf. "Mit diesem Film haben wir jetzt endlich die Chance, diese Welt vor 2.500 Jahren lebendig zu machen und einem breiten Publikum zu präsentieren. So können wir zeigen, wie Forschung 100 Meter unter der Oberfläche funktionieren kann und welche Ergebnisse wir erzielen", so der Leiter der Ausgrabung und Forschung im prähistorischen Salzbergwerk, Hans Reschreiter, in einer Aussendung des NHM.

Die erzählte Geschichte dreht sich um Soi, eine junge Frau, die aus dem Gebiet der Oberen Adria nach Hallstatt kommt. Gezeigt wird ihr von Arbeit geprägter wechselvoller Lebensweg. Man habe bewusst eine weibliche Figur ins Zentrum gestellt, heißt es. Die jüngere Forschung u.a. von Kerstin Kowarik vom NHM habe nämlich ein "ganz neues Bild der Arbeit unter Tage gezeichnet, welches die Bedeutung von Frauen und Kindern im Bergbau in ein völlig neues Licht rückt".

Gedreht wurde bis zu 300 Meter tief im Berg an den Ausgrabungsstätten, in den Salzwelten Hallstatt oder im Keltendorf Mitterkirchen (OÖ). Regie in der Koproduktion des ORF, der Degn Film, des Bayerischen Rundfunks (BR) und ARTE führte Katharina Heigl.

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