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Extremer Ausdauersport kann offenbar Männerherzen schädigen

14.12.2017

Extremer Ausdauersport kann bei Männern offenbar zu Herzschäden führen. Hinweise darauf fanden Mediziner am deutschen Universitätsklinikum Eppendorf nach Angaben in einer Studie mit ambitionierten Amateur-Triathleten. 17 Prozent der männlichen Teilnehmer hatten winzige Vernarbungen am Herzmuskel, die ein Zeichen für eine Herzmuskelentzündung sein können. Frauen sind nicht betroffen.

Nach UKE-Angaben vermuten die Forscher einen Zusammenhang mit dem Wettkampfpensum. Denkbar sei eine Überlastung des Herzens durch "zu viel Sport an der Leistungsgrenze". Die Betroffenen hatten demnach eine erhöhte Herzmuskelmasse und einen erhöhten Blutdruck unter Belastung, was die Schädigung möglicherweise begünstigte. Sie zogen einen Vergleich zu einem "schlecht eingestellten Motor, der dauerhaft auf zu hohen Touren läuft".

Frauen nicht betroffen

Unklar blieb laut der in der Fachzeitung "JACC: Cardiovascular Imaging" veröffentlichten Untersuchung zufolge zunächst, warum nur die Männer betroffen waren. Den Medizinern zufolge könnte etwa das männliche Hormon Testosteron eine Rolle spielen. Es sei aber auch denkbar, dass die weiblichen Athleten aus der Studie "einfach cleverer" seien und sich weniger verausgabten.

Weniger ambitionierte Hobbysportler sollten sich nach Angaben der UKE-Experten übrigens keine Sorge machen. An der Studie nahmen Triathleten teil, die mindestens zehn Stunden pro Woche trainierten. "Auf einem moderaten Niveau ist Sport zweifellos gesund und lebensverlängernd", betonte Gunnar Lund, Leiter der zuständigen Arbeitsgruppe.

An der Studie nahmen 54 männliche und 29 weibliche Sportler teil. Die Mediziner untersuchten sie nach der Einnahme von Kontrastmittel per Magnetresonanztomografie (MRT). Dabei zeigen sich winzige Vernarbungen am Herzen, die sogenannten myokardiale Fibrosen.

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