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Abtreibungsgegner bewerten Trumps Entscheidung als "Sieg für das Leben" © APA (Pfarrhofer)
Abtreibungsgegner bewerten Trumps Entscheidung als "Sieg für das Leben" © APA (Pfarrhofer)

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Trump beendet steuerfinanzierte Forschung an abgetriebenen Föten

07.06.2019

Die US-Regierung will die Bundesförderung für Forschungen an Gewebe abgetriebener Föten einstellen. Die Entscheidung, keine Steuergelder mehr für die entsprechenden Labore aufzuwenden, habe Präsident Donald Trump persönlich getroffen, wie die "New York Times" laut Kathpress unter Berufung auf eine regierungsnahe Quelle berichtet.

Damit wurde ein Multi-Millionenvertrag mit einem Universitätslabor aufgekündigt, das mit Föten-Gewebe gearbeitet hatte, um neue Medikamente gegen HIV zu testen. Für Trump habe die "Förderung der Würde des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod" oberste Priorität, teilte das Gesundheits- und Sozialministerium in einer Erklärung mit.

Abtreibungsgegner loben Politikwechsel

Während sich betroffene Wissenschafter empört über die Entscheidung zeigten, die Fortschritte im Kampf gegen Aids, Krebs oder Parkinson verhindere, lobten Abtreibungsgegner den Politikwechsel. Dies sei ein weiterer Schritt der Trump-Regierung, "die Heiligkeit des gesamten menschlichen Lebens in Amerika wiederherzustellen", so der Präsident des Family Research Council, Tony Perkins. Als "großen Sieg für das Leben" bewertete die Präsidentin der Pro-Life-Organisation Susan B. Anthony List, Marjorie Dannenfelser, Trumps Entscheidung.

Das "National Institute of Health" unterstützt derzeit rund 200 Labore, die bisher mit fetalem Gewebe arbeiten. Die US-Bischofskonferenz hatte sich seit langem gegen eine mit Steuermitteln finanzierte Forschung an abgetriebenen Föten ausgesprochen, die sie als unethisch kritisiert.

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