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Botenstoff des Immunsystems bremst bei Infektionen Leberaktivität

03.12.2019

Bei einer Virusinfektion drosselt ein Botenstoff des Immunsystems (Interferon-I) den Leber-Stoffwechsel und hält so die Schäden in dem Organ möglichst gering, berichtet Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) in Wien mit Kollegen im Fachjournal "Immunity". Der Kurier wird von den Leberzellen selbst losgeschickt.

Die Forscher infizierten Mäuse mit Lymphozytären-Choriomeningitis-Viren (LCMV), die eine chronische Entzündung hervorrufen. Sie beobachteten, dass Leberzellen (Hepatozyten) daraufhin den Botenstoff Interferon-I ausschütten. Jener gibt anderen Leberzellen Bescheid, ihren Stoffwechsel umzustellen, insbesondere kommt der Harnstoffzyklus zum Erliegen.

Dadurch reichert sich der Eiweißstoff-Baustein (Aminosäure) Ornithin an, während ein anderer namens Arginin weniger wird. Dies wiederum verändert die Immunantwort gegen das Virus (durch T-Zellen), wodurch die Krankheitsfolgen in der Leber abgeschwächt werden, berichten sie.

Service: http://dx.doi.org/10.1016/j.immuni.2019.10.014

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