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Coronavirus - ETH in Basel errechnete Ursprünge des Virus

28.02.2020

Schon vor Jahren hat die ETH in Basel ein Berechnungsmodell für die Verbreitung von Viren entwickelt. Wissenschafter haben anhand dieses Modells nun die Ursprünge des Coronavirus herausgefunden. Die Wissenschafter versprechen damit eine Echtzeitanalyse der Verbreitung.

Gemäß den Auswertungen habe die Epidemie in der ersten Novemberhälfte 2019 seinen Anfang genommen. Die Daten legen auch nahe, dass die verbreitete Hypothese der ersten Ansteckung von Tier auf Mensch plausibel sei.

Mehr Ansteckungen als bei Grippe

Ebenfalls konnte mit den Daten die Einschätzung bestätigt werden, dass eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt zwischen 2 und 3,5 weitere Menschen ansteckt. Das ist deutlich mehr als bei der saisonalen Grippe, wo eine infizierte Person durchschnittlich weniger als 1,5 Personen ansteckt.

Mit dem statistischen Modell konnte außerdem berechnet werden, dass sich bereits am 23. Jänner 2020 zwischen 4.000 und 19.000 Personen angesteckt hatten. Weiters könnte sogar eine Echtzeitanalyse der Verbreitung des Coronavirus erstellt werden. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Virusgenom bei neuinfizierten Personen regelmäßig analysiert werde.

Die Forschenden veröffentlichten ihre Analyse auf dem Fachportal "Virological". Die ETH-Wissenschaftler betonten jedoch, dass ihre Arbeit noch nicht von anderen Wissenschaftern begutachtet worden sei.

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