Medizin & Biotech

Einsatz von CQ und HCQ in der Corona-Pandemie wird heftig diskutiert © APA (AFP)
Einsatz von CQ und HCQ in der Corona-Pandemie wird heftig diskutiert © APA (AFP)

APA

Coronavirus - Ärzte warnen vor Engpässen bei Malaria-Mittel

02.04.2020

Angesichts der Diskussion über den Einsatz der alten Malaria-Mittel Chloroquin (CQ) und Hydroxychloroquin (HCQ) zur Behandlung von Corona-Patienten gibt es Warnungen vor möglichen Engpässen. Dies könnte alle Hoffnungen auf einen flächendeckenden Einsatz gegen das Corona-Virus zunichte machen, schrieben italienische Ärzte in der Rheuma-Fachzeitschrift "Annals of Rheumatic Diseases".

Außerdem warnen die Ärzte davor, dass Menschen, welche die Medikamente jetzt schon gegen andere Krankheiten nehmen müssen, plötzlich keinen Zugang mehr zu ihnen hätten. Das müsse unbedingt verhindert werden. "In manchen europäischen Ländern sind HCQ und CQ schon jetzt in Apotheken nur noch begrenzt verfügbar", warnte Mitautorin Francesca Romana. Die Wirkstoffe werden auch zur Behandlung von Rheumapatienten eingesetzt.

ag. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte davor gewarnt, Coronavirus-Patienten damit zu behandeln. Die beiden noch nicht zum Einsatz gegen das Virus zugelassenen Arzneimittel sollten nur bei klinischen Tests oder in Notfällen genutzt werden, erklärte die EMA. Sie warnte insbesondere davor, die Medikamente ohne Verordnung oder Aufsicht durch einen Arzt einzunehmen. Chloroquin und Hydroxychloroquin gelten als mögliche Mittel gegen die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19. Forscher aus China und Frankreich berichteten nach ersten kleineren klinischen Studien mit Coronavirus-Patienten von positiven Ergebnissen.

STICHWÖRTER
Medizin  | Epidemie  | Viruserkrankung  | Frankreich  | Italien  | Paris  | Rom  | Wissenschaft  | Forschung  | Gesundheit  | Krankheiten  | Infektionen  | Coronavirus  |
Weitere Meldungen aus Medizin & Biotech
APA
Partnermeldung