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Coronavirus - Von der Leyen sieht EU bei Impfstoff in Verantwortung

04.06.2020

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Verantwortung der Europäischen Union in der Frage eines Corona-Impfstoffes betont. "In dieser Corona-Krise gilt es, sich gut zu koordinieren, aber vor allen Dingen auch miteinander Solidarität zu zeigen, füreinander zu sorgen", sagte von der Leyen am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk vor einer internationalen Geberkonferenz.

Die Europäische Kommission müsse einerseits für die europäischen Bürger sicherstellen, "dass wir nicht nur einen Impfstoff entwickeln, sondern der auch zugänglich ist". Es müsse aber auch an die Nachbarn gedacht werden. Als Beispiele nannte von der Leyen Afrika und den Westbalkan. Es müsse jetzt schon überlegt werden, wie die Produktionskapazitäten für einen Impfstoff erhöht werden können, um möglichst viel zu produzieren und wie der Impfstoff "in jeden Winkel dieser Welt kommt". "Das ist eine Aufgabe, wo sich die Europäische Union in der Verantwortung sieht", sagte von der Leyen.

Die internationale Impfallianz Gavi will auf einer Online-Geberkonferenz am Donnerstag Milliardenhilfen für Impfprogramme und künftige Corona-Impfstoffe sammeln. Dabei sollen mindestens 7,4 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro) zusammenkommen, um wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte Impfprogramme etwa gegen Masern, Kinderlähmung und Typhus wieder aufzunehmen. Zudem soll ein Fonds für künftige Corona-Impfstoffe ins Leben gerufen werden, an denen derzeit weltweit mit Hochdruck geforscht wird.

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