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Coronavirus - Chinesische Impfstoffentwickler in Schwierigkeiten

04.08.2020

Die chinesischen Pharma- bzw. Biotech-Unternehmen Sinopharm, Sinovac Biotech und CanSino waren weltweit die ersten, welche in Richtung Covid-19-Impfstoffe starteten. CanSino ist dabei laut dem Pharma-Brancheninformationsdienst STAT (Bosten/USA) derzeit mit Problemen konfrontiert. In China gibt es derzeit zuwenige SARS-CoV-2-Infektionen, um klinische Wirksamkeitsstudien durchführen zu können.

"Es gab einen guten Start: Die Kandidatvakzine Ad5-nCoV war der erste chinesische Impfstoff, der bereits im März mit Studien am Menschen aufschien", schrieb der Online-Dienst am Dienstag. In der britischen Medizinfachzeitschrift "The Lancet" wurden im Juli Daten über die Immunogenität der Kandidatvakzine veröffentlicht.

Doch mittlerweile kam mit dem "beweglichen Ziel" SARS-CoV-2 zu Schwierigkeiten, die sich im Rahmen der Pandemie und deren Verbreitung bei entsprechenden Gegenmaßnahmen durch Staaten aber auch schnell wieder ändern könnten. "Aufgrund der in China mittlerweile zurückgegangenen Covid-19-Erkrankungszahlen wurden die Entwicklungspläne gebremst. Das in Tianjin beheimatete Pharmaunternehmen kämpft damit, andere Länder zufinden, welche seine Phase-III-Studien (groß angelegte Untersuchungen zur Bestimmung von Wirksamkeit und Sicherheit; Anm.) unterstützen würden."

Gespräch mit anderen Regionen

Man blicke mittlerweile in andere Weltregionen. So sei das Unternehmen in Gespräch mit Russland, Brasilien, Chile und Saudi-Arabien. Die - chinesischen - Konkurrenten Sinopharm und Sinovac Biotech führen mit ihren Entwicklungsprodukten bereits Phase-III-Studien in Saudi-Arabien und Brasilien durch.

Nach 2002 gerieten die Arbeiten an SARS-Impfstoffen auch deshalb ins Stocken, weil die Erreger nach rund 8.000 Erkrankungen weltweit und einer Mortalität von rund zehn Prozent wieder völlig verschwunden waren. Eine ähnliche Situation gab es auch bei Ebola in Afrika.

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