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AstraZeneca entwickelt den Impfstoff zusammen mit Uni Oxford © APA (AFP)
AstraZeneca entwickelt den Impfstoff zusammen mit Uni Oxford © APA (AFP)

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US-Impfstoffstudien von AstraZeneca und J&J fortgesetzt

27.10.2020

In den USA werden zwei gestoppte Corona-Impfstoffstudien fortgesetzt. Der Pharmakonzern AstraZeneca erklärte, er habe seine klinische Studie bereits wieder aufgenommen. Die Gesundheitsbehörden hätten dafür grünes Licht gegeben. Das Programm lag seit dem 6. September auf Eis, als bei der parallel in Großbritannien laufenden Studie bei einem Probanden eine ernste neurologische Erkrankung festgestellt worden war.

In Großbritannien sowie in Brasilien und Südafrika hatte AstraZeneca sein Programm bereits im September wieder aufnehmen dürfen, während die US-Behörde FDA den Fall noch untersuchte. AstraZeneca entwickelt den Impfstoff zusammen mit Forschern der Universität Oxford.

In den USA fährt auch Johnson & Johnson seine Phase-3-Wirksamkeitsstudie wieder hoch. Es liefen die Vorbereitungen für eine Fortsetzung des Programms, teilte das US-Unternehmen mit. Ein Kontrollgremium habe die Rekrutierung von Freiwilligen empfohlen. J&J hatte die Studie Ende September gestartet und musste sie kürzlich ebenfalls wegen der Erkrankung eines Studienteilnehmers stoppen. Damals erklärte J&J, es sei unklar, ob der Proband den Impfstoff oder ein Placebo bekommen habe. J&J und AstraZeneca gehören zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus.

AstraZenecas Corona-Vakzine in Studie ermutigend

Der potenzielle Corona-Impfstoff von AstraZeneca hat laut einem Zeitungsbericht erfolgsversprechende Ergebnisse in der klinischen Entwicklung erzielt. Bei älteren Menschen, der Gruppe mit dem höchsten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, sei eine "robuste Immun-Reaktion" entstanden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen.

Der Impfstoff habe bei Älteren schützende Antikörper und T-Zellen ausgelöst. Diese Ergebnisse spiegelten im Juli veröffentlichte Daten wieder, die bereits zeigten, dass der Impfstoff bei gesunden Erwachsenen zwischen 18 und 55 Jahren eine "robuste Immunantwort" hervorrief.

Es sei ermutigend, dass die Immunantworten bei jüngeren und älteren Erwachsenen ähnlich ausfielen, sagte ein AstraZeneca-Sprecher dazu. Die Ergebnisse untermauerten die Sicherheit und Immun-Wirkung des Impfstoffs. Der "Financial Times" zufolge sollen die Ergebnisse in Kürze in einem wissenschaftlichen Fachmagazin veröffentlicht werden. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte, der Impfstoff sei noch nicht fertig, er bereite aber die Logistik für eine mögliche Einführung vor. Mit dieser rechne er in der ersten Hälfte des kommenden Jahres.

AstraZeneca gehört neben der deutschen Biotechfirma BioNTech mit ihrem US-Partner Pfizer und dem US-Konzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Corona-Impfstoff. Bisher ist international noch keine Impfung auf dem Markt. Russland hatte im August als weltweit erstes Land einen Impfstoff zugelassen, der aber weniger als zwei Monate an Menschen getestet wurde.

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