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T-PLL-Leukämie: Kriterien für Diagnose und Therapie entwickelt

02.09.2019

Die T-Prolymphozyten-Leukämie (T-PLL) ist die bösartigste Form aller bekannten Leukämiearten. Erstmals wurden für die Diagnose und Therapie Leitlinien erstellt. Das internationale Projekt wurde von Wiener Hämatologen gestartet, teilte die MedUni Wien (AKH) mit.

Obwohl es mittlerweile viele Krebsmedikamente gibt, sind die therapeutischen Erfolge für T-PLL-Patienten gering. Internationale Studien wurden bisher nicht durchgeführt und singuläre Studien sind kaum miteinander vergleichbar, weil Diagnosekriterien und Kriterien zur Beurteilung vom Therapieansprechen unterschiedlich waren.

Der Hämato-Onkologe Philipp Staber von der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie von MedUni Wien und AKH initiierte eine internationale Expertengruppe, die erstmals ein verbindliches Konsensus-Papier erstellt hat. Diese Konsensus-Kriterien werden nun als Cover-Artikel im Top Journal "Blood" publiziert.

In Österreich werden pro Jahr rund 40 derartiger Erkrankungen registriert. Seit einigen Jahren gibt es mit dem BCL2-Hemmstoff Venetoclax ein potenziell wirksames Medikament.

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