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Europäisches KI-Netzwerk etabliert zwei ELLIS-Standorte in Österreich

12.12.2019

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 45/2019 und nicht zwingend tagesaktuell

Führende europäische Wissenschafter im Bereich "Maschinelles Lernen" haben im Vorjahr das Netzwerk ELLIS gegründet, um exzellente Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) zu fördern. Nun wurden 17 sogenannte "ELLIS-Units" in zehn europäischen Ländern und Israel ausgewählt - gleich zwei davon sind in Österreich, gab das Netzwerk bekannt.

Mit ELLIS (European Laboratory for Learning and Intelligent Systems) soll wegweisende Grundlagenforschung im Bereich KI gefördert, ein europaweites PhD-Programm zur Ausbildung der nächsten Generation von KI-Forschern aufgebaut und Impulse zur wirtschaftlichen Nutzung von KI-Technologien gesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei moderne Ansätze, die im Wesentlichen auf Methoden des Maschinellen Lernens und Deep Learning beruhen. Damit will man auch der Dominanz der USA und Chinas auf diesem Gebiet begegnen.

Im Herbst hat die Basisinitiative die ersten "ELLIS-Units" ausgeschrieben, die sich der Forschung in dem Bereich widmen sollen. Nun wurden aus 28 Einreichungen die ersten 17 dieser Forschungseinheiten aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz ausgewählt - eine davon an der Universität Linz und dem AI Lab am Linz Institute of Technology (LIT), die andere am Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg (NÖ). Der Linzer ELLIS-Standort wird von Sepp Hochreiter koordiniert, der auch im Vorstand des Netzwerks sitzt, die Einheit in Klosterneuburg von Christoph Lampert.

Lokale Finanzierung für mindestens fünf Jahre zugesagt

Jeder der Standorte hat eine lokale Finanzierung von mindestens 1,5 Mio. Euro pro Jahr für mindestens fünf Jahre zugesagt. 20 Prozent davon sind für ELLIS-Netzwerkaktivitäten wie den Austausch von Studenten und Lehrenden sowie die Organisation gemeinsamer Forschungsprogramme und Workshops gewidmet. In Summe wurden damit mehr als 200 Mio. Euro für die ersten fünf Jahre der Initiative mobilisiert. IST-Austria-Präsident Thomas Henzinger betonte gegenüber der APA, dass für die ELLIS-Units kein frisches Geld fließe, sondern vorhandene Mittel dafür gewidmet werden.

"Die ELLIS-Units fördern Entwicklung, Gewinnung und Bindung von Spitzenkräften in der KI und insbesondere im Maschinellen Lernen. Deshalb bilden sie einen Meilenstein in der europäischen KI-Initiative und werden Europas Zukunft in der KI prägen und helfen unser Leben zu verbessern", erklärte Hochreiter. Lampert sagte zur APA, dass die Auswahl als "ELLIS-Unit" ein "Gütesiegel" für eine Forschungseinrichtung darstelle und auch deren Sichtbarkeit erhöhe.

Service: http://go.apa.at/mM2Lvudy

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