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Neuerungen in der Lehre - SPÖ sieht "leider nur Kosmetik"

22.01.2020

Aus Sicht der SPÖ haben ÖVP und Grüne bei den Neuerungen in der Lehre und für Meister "leider nur auf Kosmetik" gesetzt. Es handle sich um "viele Überschriften, kaum Konkretes und wenig Wirksames", kritisierte Lehrlingssprecher Klaus Köchl die türkis-grünen Vorhaben. "Zur Aufwertung der Lehre braucht es nicht Kosmetik, sondern Reformen, die sich an den Bedürfnissen der Auszubildenden orientieren."

Die Lehrlinge hätten sich wirksame Verbesserungen verdient, so Köchl. Er verweist auf ein SPÖ-Lehrlingspaket, das "echte Chancen für junge Menschen" schaffe. Schließlich habe die türkis-blaue Regierung Verschlechterungen für Lehrlinge gebracht, so Köchl unter anderem mit Verweis auf die Möglichkeit einer 60-Stundenwoche und Kürzungen bei der überbetrieblichen Lehre.

"Wir fordern daher gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Jeder Lehrling soll ab dem 1. Lehrjahr ein höheres Einkommen bekommen, nämlich mindestens 850 Euro", fordert Köchl analog zum ÖGB bzw. der Gewerkschaftsjugend. Im sozialdemokratischen Lehrlingspaket fänden sich zudem Verbesserungen wie ein Rechtsanspruch auf eine Lehrabschlussprüfung innerhalb von einem Monat, die kostenlose Meister-Prüfung, die Ausnahme von Lehrlingen von der 60-Stunden-Woche sowie die Unterstützung für kleine Ausbildungsbetriebe durch Erhöhung der betrieblichen Lehrstellenförderung um 10 Mio. Euro, so der rote Lehrlingssprecher.

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