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FPÖ OÖ startet neuen Anlauf für Schulsprache Deutsch

04.02.2020

Die oberösterreichische FPÖ startet einen neuen Anlauf für die Schulsprache Deutsch. In einer Pressekonferenz haben die Blauen einen sechs Punkte umfassenden Forderungskatalog vorgelegt. Darin wird u.a. auch ein zweites verpflichtendes - am Vormittag kostenloses - Kindergartenjahr für Kinder mit Sprachdefiziten gefordert.

28 Prozent der Schüler in den oberösterreichischen Pflichtschulen hätten nicht Deutsch als Muttersprache, Tendenz steigend. In 56 Pflichtschulen im Bundesland liege der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache bei über 70 Prozent, in zwölf bei über 90 Prozent, rechneten Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner, Klubobmann Herwig Mahr und der Welser Bürgermeister Andreas Rabl vor.

In ihrem Sechs-Punkte-Katalog sind neben der Schulsprache Deutsch und dem zweiten Kindergartenjahr auch eine Ausweitung des Kopftuchverbots, mehr Unterstützung für Brennpunktschulen, die Sicherstellung von Ressourcen für die Deutschförderklassen sowie Sanktionen für Eltern bei Fehlverhalten vorgesehen. Letztere seien das "allerletztes" Mittel, wurde betont. Angedacht sind Strafen in Form von Sozial- oder Transferleistungskürzungen bei Schuleschwänzen, aber auch, dass die Eltern dafür aufkommen müssen, wenn ein Kind Lernstoff versäumt, weil die Familie z.B. im Sommer schon zwei Wochen vor Ferienbeginn heimgefahren sei, wie Rabl erläuterte.

Was das von der türkis-grünen Regierung angekündigte Unterstützungsprogramm für 100 Brennpunktschulen angeht, werde man darauf achten, dass dieses Projekt auch die nötige finanzielle Bedeckung erhalte, wurde betont. Er halte 100 jedenfalls für zu wenig, so Rabl, denn alleine in Wels wären neun Standorte mit diesem Förderbedarf vorhanden. Wie hoch der Finanzbedarf wäre, um alle Schulen in seiner Stadt entsprechend auszustatten, könne er nicht schätzen, aber "in den Kindergärten habe ich über 40 Sprachpädagogen, in den Schulen wäre der Bedarf sicher nicht geringer, eher höher".

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