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Überall sind die Umsätze stark zurückgegangen © APA (dpa)
Überall sind die Umsätze stark zurückgegangen © APA (dpa)

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Corona-Virus: Spezial-Ausgabe von TopEasy - Nachrichten leicht verständlich

27.05.2020

Dieser Nachrichten-Überblick in leicht verständlicher Sprache ist eine Spezial-Ausgabe. Die Meldungen befassen sich mit der Krise rund um die Corona-Virus-Pandemie. Diese bestimmt derzeit unseren Alltag. In dieser speziellen Ausgabe werden die wichtigsten Fragen zum Corona-Virus, seinen Folgen und den Maßnahmen der Regierung leicht verständlich und übersichtlich beantwortet.

Corona-Krise schadet der Wirtschaft sehr stark

Die Maßnahmen gegen den Corona-Virus schaden der Wirtschaft in Österreich sehr. Überall sind die Umsätze stark zurückgegangen. Das heißt, die Firmen machen viel weniger Geschäft und verdienen viel weniger Geld. Im Durchschnitt ging der Umsatz der österreichischen Firmen um 67 Prozent zurück. Das hat eine Studie des Instituts IMAS ergeben.

Nur bei 17 Prozent der Firmen ging der Umsatz im März und April nicht zurück. Aber 22 Prozent machten gar keinen Umsatz mehr. Trotzdem finden fast alle Firmen-Chefs die strengen Maßnahmen der Regierung richtig. Das sagt zumindest die Studie.

Die Zahl der Arbeitslosen bleibt hoch

Die Arbeitslosigkeit in Österreich sinkt langsam, aber sie bleibt hoch. Derzeit sind in Österreich 523.300 Menschen arbeitslos. In der Woche davor waren es noch um 9.000 Arbeitslose mehr. Das hat Arbeits-Ministerin Christine Aschbacher von der ÖVP am Dienstag erklärt. Dazu kommen rund 1,3 Millionen Menschen, die wegen der Corona-Krise in Kurz-Arbeit sind.

Vor allem in der Gastronomie ging die Arbeitslosigkeit zurück. Dort gibt es nun um rund 5.000 Arbeitslose weniger als in der Vorwoche.

Erklärung: Kurz-Arbeit

Die Kurz-Arbeit soll Firmen und ihren Mitarbeitern helfen. Bei der Kurz-Arbeit arbeiten die Mitarbeiter weniger. Ihr Geld bekommen sie dabei vom Staat und nicht von den Firmen. Das hilft den Firmen, weil sie viel Geld sparen. Sie müssen ihre Mitarbeiter dann nicht kündigen.

Bei Laudamotion gehen 300 Arbeitsplätze verloren

Die österreichische Fluglinie Laudamotion steht vor dem Ende. Laudamotion gehört seit 2 Jahren zur irischen Billig-Fluglinie Ryanair. Ryanair will am 29. Mai den Laudamotion-Stützpunkt in Wien zusperren. Dadurch verlieren 300 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Ryanair hatte von der Gewerkschaft einen neuen Kollektiv-Vertrag verlangt. Dabei hätten zum Beispiel manche Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter weniger verdient als die Mindest-Sicherung. Das hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Noch gibt es aber eine kleine Hoffnung, dass sich die Gewerkschaft und Ryanair doch noch einigen.

Erklärung: Kollektiv-Vertrag

Ein Kollektiv-Vertrag ist ein Vertrag für alle Arbeitnehmer in einem Beruf. Es gibt Kollektiv-Verträge für viele verschiedene Berufe und ihre Mitarbeiter. In einem Kollektiv-Vertrag stehen die Rechte der Mitarbeiter. Darin steht aber auch, was sie in ihrer Arbeit tun müssen und wie viel Lohn sie bekommen. Der Kollektiv-Vertrag soll die Arbeitnehmer schützen.

Erklärung: Gewerkschaft

Eine Person, die für eine Firma arbeitet, nennt man Arbeit-Nehmer. Auch Beamte sind Arbeit-Nehmer. Sie arbeiten für den Staat. Oft hat es ein einzelner Arbeit-Nehmer schwer, seine Wünsche durchzusetzen.

Wenn mehrere Arbeit-Nehmer sich zu einer Gruppe zusammentun, kann diese Gruppe ihre Wünsche leichter durchsetzen. Eine solche Gruppe nennt man Gewerkschaft. Die Gewerkschaft setzt sich dafür ein, dass zum Beispiel höhere Löhne gezahlt werden.

Beginn der schriftlichen Matura in Österreich

Am Montag hat in Österreich die schriftliche Matura an den AHS mit Fächern wie Biologie oder Physik begonnen. Bis zum 4. Juni folgen dann die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, Französisch, Latein, Griechisch und Italienisch. Auch die Fach-Klausuren an den berufsbildenden höheren Schulen begannen am Montag.

Wegen der Corona-Krise gibt es für die Matura besondere Regeln. Die Schüler müssen den Prüfungs-Raum mit einer Maske für Mund und Nase betreten. Am Platz dürfen sie die Maske dann abnehmen. Die Räume werden mindestens einmal pro Stunde für 5 Minuten gelüftet. Dafür haben die Schüler eine Stunde länger Zeit für die Prüfung.

Van der Bellen nach Corona-Sperrstunde in Lokal erwischt

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind in der Nacht auf Sonntag von der Polizei erwischt worden. Die beiden saßen fast eineinhalb Stunden nach der Corona-Sperrstunde noch in einem Lokal. Das durften sie aber nicht. Weil die Lokale müssen laut dem Corona-Gesetz schon um 23 Uhr zusperren.

Bei einer Lokal-Überprüfung der Polizei wurden Van der Bellen und seine Frau um 0.18 Uhr erwischt. Der Wirt muss jetzt vielleicht eine Geldstrafe zahlen. Van der Bellen entschuldigte sich. Er habe sich verplaudert und leider die Zeit übersehen. Eine mögliche Strafe für den Wirt will Van der Bellen selbst bezahlen.

Mehrheit der Österreicher will sich gegen Corona impfen lassen

Wenn es einmal eine Impfung gegen das Corona-Virus gibt, dann wollen sich die meisten Österreicher impfen lassen. Das hat eine Umfrage ergeben. 62 Prozent der Befragten sagten, dass sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. 25 Prozent der Befragten wollen sich aber nicht impfen lassen.

Derzeit arbeiten weltweit viele Wissenschafter an einer Corona-Impfung. Wann es diese Impfung geben wird, weiß man aber noch nicht. Es kann Monate oder sogar Jahre dauern.

Österreicher wünschen sich nach Corona "grünen Wiederaufbau"

Vor der Corona-Krise hatten viele Österreicher Angst vor dem Klima-Wandel. Die Angst vor dem Corona-Virus hat aber die Angst vor dem Klima-Wandel verdrängt. Die Maßnahmen gegen den Corona-Virus haben der Wirtschaft sehr geschadet. Deshalb sorgen sich viele Menschen um die Zukunft. Sie wollen, dass der Staat der Wirtschaft mit Geld beim Wiederaufbau hilft.

Doch viele wollen nicht, dass die Wirtschaft genau so wie vor der Corona-Krise funktioniert. Stattdessen soll nun eine Wirtschaft aufgebaut werden, die die Umwelt und den Klima-Wandel berücksichtigt. Das wird auch "grüner Wiederaufbau" bezeichnet. Das hat eine Umfrage der Umweltschutz-Organisation Greenpeace ergeben.

Erklärung: Klima-Wandel

Auf der Erde wird es immer wärmer. Das nennt man Erd-Erwärmung oder Klima-Wandel. Durch den Klima-Wandel verändern sich die Temperaturen auf der Erde mehr als es die Natur verkraftet. Schon wenige Grad mehr können schwere Folgen haben.

Corona-Krise kann weltweite Armut verstärken

Wegen der Corona-Krise kann die Zahl der extrem armen Menschen auf der ganzen Welt stark zunehmen. Davor hat die UNO gewarnt. In Afrika drohen Millionen Menschen in große Not zu geraten, erklärte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres.

Nach Schätzungen könnten weltweit bis zu 60 Millionen mehr Menschen in große Armut geraten. Vor allem in Afrika könnte es wieder mehr Hunger und Krankheiten geben, warnte Guterres.

Erklärung: UNO

UNO ist englisch und steht für "United Nations Organization". Das heißt auf Deutsch so viel wie "Organisation der Vereinten Nationen". Man kann auch "Vereinte Nationen" sagen. Die UNO ist ein Zusammenschluss von fast allen Ländern der Welt. Auch Österreich ist dabei.

Die Vertreter der Mitglieds-Länder treffen sich regelmäßig, um über Probleme in der Welt zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.

USA verhängen Einreise-Verbot für Brasilien

In Brasilien steigt die Zahl der Corona-Kranken. Deshalb hat US-Präsident Donald Trump ein Einreise-Verbot für Brasilien verhängt. Ab Donnerstag darf niemand mehr aus Brasilien in die USA einreisen. Dieses Verbot gilt aber nicht für US-Bürger.

Alle Bürger von anderen Ländern dürfen nur dann in die USA einreisen, wenn sie davor 14 Tage lang nicht in Brasilien waren. Das Einreise-Verbot soll verhindern, dass zusätzliche Infektionen in die USA gebracht werden.

Sprachstufe A2:

Die Corona-Krise ist sehr schlecht für die Wirtschaft

Die Maßnahmen gegen den Corona-Virus

sind sehr schlecht für die Wirtschaft.

Viele Firmen in Österreich machen weniger

Umsatz oder gar keinen Umsatz mehr.

Das heißt, sie verdienen weniger Geld

oder gar kein Geld mehr.

Im Durchschnitt machten die Firmen im März

und im April 2 Drittel weniger Umsatz.

Das heißt, die Firmen verdienten

nur 1 Drittel von dem Geld,

das sie sonst verdienen.

Es gibt immer noch sehr viele Arbeitslose

Wegen der Corona-Krise haben

viele Menschen ihre Arbeit verloren.

Derzeit sind in Österreich

rund 520.000 Menschen arbeitslos.

Vor einer Woche waren noch

9.000 Menschen mehr arbeitslos.

Die Arbeitslosigkeit in Österreich

ist also leicht zurückgegangen.

Das hat die Arbeits-Ministerin

Christine Aschbacher gesagt.

Vor allem in der Gastronomie haben

wieder mehr Menschen

eine Arbeit gefunden.

Zur Gastronomie gehören zum Beispiel

Lokale und Gasthäuser.

Dort gibt es jetzt 5.000 Arbeitslose

weniger als vor einer Woche.

Derzeit sind in Österreich auch noch

1,3 Millionen Menschen in Kurz-Arbeit.

Erklärung: Kurz-Arbeit

Die Kurz-Arbeit gibt es, damit nicht

noch mehr Menschen ihre Arbeit verlieren.

Bei der Kurz-Arbeit behalten

die Menschen ihre Arbeit.

Sie arbeiten aber weniger als sonst.

Ihr Geld bekommen sie aber nicht mehr

von den Firmen, sondern vom Staat.

Die Firmen sparen dadurch viel Geld und

müssen ihre Mitarbeiter nicht entlassen.

Bei Laudamotion gehen 300 Arbeitsplätze verloren

Die Corona-Krise ist für Fluglinien

besonders schlimm.

Denn seit Monaten fliegen

kaum noch Flugzeuge.

Laudamotion ist eine

österreichische Fluglinie.

Sie gehört aber zu Ryanair.

Das ist eine billige Fluglinie aus Irland.

Ryanair will den Standort von Laudamotion

in Wien am 29. Mai zusperren.

Dadurch verlieren 300 Mitarbeiter

von Laudamotion ihre Arbeit.

Ryanair wollte, dass die Mitarbeiter

viel weniger Geld verdienen als bisher.

Das wollte aber die Gewerkschaft nicht.

Weil man sich bisher nicht einigen konnte,

wird Laudamotion in Wien zugesperrt.

Vielleicht gibt es aber doch noch

eine Einigung.

Erklärung: Gewerkschaft

Eine Person, die für eine Firma arbeitet,

nennt man Arbeit-Nehmer.

Allein hat es ein Arbeit-Nehmer schwer,

seine Wünsche durchzusetzen.

Deshalb tun sich mehrere Arbeit-Nehmer

zu einer Gruppe zusammen.

So sind die Arbeit-Nehmer stärker.

So eine Gruppe nennt man Gewerkschaft.

Die Gewerkschaft setzt sich zum Beispiel

für höhere Löhne oder mehr Urlaub ein.

Die schriftliche Matura in Österreich hat begonnen

Am Montag hat in Österreich

die schriftliche Matura begonnen.

Im Gymnasium begann die Matura

mit Fächern wie Biologie oder Physik.

In den Tagen danach sind

die anderen Fächer dran.

Dazu gehören zum Beispiel Deutsch,

Englisch, Mathe, Französisch und Latein.

Wegen der Corona-Krise gibt es

für die Matura besondere Regeln.

Die Schüler müssen den Prüfungs-Raum mit

einer Maske für Mund und Nase betreten.

Am Platz dürfen sie die Maske abnehmen.

Die Räume werden regelmäßig gelüftet.

Bundespräsident Van der Bellen hielt sich nicht an Lokal-Sperrstunde

Die Lokale in Österreich dürfen

nur bis 23 Uhr geöffnet haben.

Das sagt das Corona-Gesetz.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

und seine Frau haben sich

aber nicht daran gehalten.

Sie wurden in der Nacht auf Sonntag

von der Polizei in einem Lokal erwischt.

Da war es schon nach Mitternacht.

Der Wirt muss jetzt vielleicht

eine Geld-Strafe zahlen.

Van der Bellen entschuldigte sich.

Er sagte: Ich habe mich verplaudert

und leider die Zeit übersehen.

Eine mögliche Geld-Strafe für den Wirt

will Van der Bellen selber bezahlen.

Die meisten Österreicher wollen sich gegen Corona impfen lassen

Auf der ganzen Welt arbeiten Forscher

an einer Impfung gegen den Corona-Virus.

Aber bis jetzt gibt es

so eine Impfung noch nicht.

Wenn es sie aber gibt, dann wollen

sich die meisten Menschen

in Österreich impfen lassen.

Das hat eine Umfrage ergeben.

Man weiß noch nicht, wann es

eine Corona-Impfung geben wird.

Das kann noch Monate dauern.

Manche Experten glauben auch,

dass es noch Jahre dauert.

Österreicher wollen nach Corona eine klimafreundliche Wirtschaft

Viele Menschen in Österreich haben Angst

vor dem Klima-Wandel.

Doch dann kam die Corona-Krise.

Da hatten die meisten Menschen

mehr Angst vor dem Corona-Virus

als vor dem Klima-Wandel.

Nun geht die Corona-Krise langsam zu Ende.

Wegen der Corona-Krise hatten viele

Geschäfte geschlossen.

Das hat der Wirtschaft sehr geschadet.

Nun soll die Wirtschaft mit viel Geld

wieder aufgebaut werden.

Viele Menschen wünschen sich, dass

die Wirtschaft dann aber anders

funktioniert als vor der Corona-Krise.

Es soll eine Wirtschaft aufgebaut werden,

die mehr gegen den Klima-Wandel tut.

Das haben zumindest viele bei einer

Umfrage von Greenpeace gesagt.

Greenpeace ist eine

Umweltschutz-Organisation.

Greenpeace ist ein englisches Wort und

bedeutet ungefähr "Grüner Frieden".

Man spricht es aus wie Grien Pies.

Erklärung: Klima-Wandel

Auf der Erde wird es immer wärmer.

Das nennt man Erd-Erwärmung

oder Klima-Wandel.

Durch den Klima-Wandel verändern sich

die Temperaturen auf der Erde mehr

als es die Natur aushält.

Schon wenige Grad mehr können

schwere Folgen haben.

Wegen der Corona-Krise gibt es immer mehr arme Menschen

Wegen der Corona-Krise gibt es

auf der Welt wahrscheinlich bald

viel mehr sehr arme Menschen.

Das hat Antonio Guterres gesagt.

Er ist der Chef von der UNO.

Vor allem in Afrika werden sehr viele

Menschen noch ärmer werden.

Viele Menschen werden wegen der

Corona-Krise auch hungern.

Das schätzt die UNO.

Erklärung: UNO

Die UNO ist ein Zusammenschluss

von fast allen Ländern der Welt.

Auch Österreich ist dabei.

Die Vertreter von den Mitglieds-Ländern

treffen sich regelmäßig.

Dabei sprechen sie über Probleme der Welt

und versuchen, die Probleme zu lösen.

Aus Brasilien darf niemand mehr in die USA einreisen

Im Land Brasilien in Südamerika erkranken

immer mehr Menschen am Corona-Virus.

US-Präsident Trump will nicht, dass es

in den USA noch mehr Corona-Kranke gibt.

Deshalb hat er ein Einreise-Verbot

für Brasilien gemacht.

Das heißt: Wenn man aus Brasilien kommt,

darf man nicht in die USA einreisen.

Dieses Einreise-Verbot gilt ab Donnerstag.

Es gilt aber nicht für US-Bürger.

Für alle anderen Menschen gilt: Sie dürfen

nur in die USA hinein, wenn sie vorher

2 Wochen lang nicht in Brasilien waren.

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