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Heinz Faßmann (r.) und Hans-Christian Granaas mit Sängerknaben © APA (OTS/BKA/Andreas Wenzel)
Heinz Faßmann (r.) und Hans-Christian Granaas mit Sängerknaben © APA (OTS/BKA/Andreas Wenzel)

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Sängerknaben-Schule künftig Bildungsanstalt für Darstellende Kunst

30.07.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 28/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Die Schule der Wiener Sängerknaben wird künftig eine Bildungsanstalt für Darstellende Kunst. Der seit 20 Jahren laufende Schulversuch an der Einrichtung wurde bei der letzten Nationalratssitzung ins Regelschulwesen übernommen - so sollen schulische Ausbildung und künstlerische Erfordernisse bestmöglich vereint werden, so Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Aussendung.

Im Zuge der Bildungsreform 2017 wurde unter anderem beschlossen, bestehende Schulversuche bis 2025 entweder auslaufen zu lassen oder ins Regelschulwesen zu übernehmen. Im Nationalrat wurde im Zuge dieser Entwicklung zuletzt die Überführung zahlreicher Schulversuche zum Leistungssport bzw. darstellender Kunst verabschiedet.

Im Fall der Sängerknaben betraf der Schulversuch die Unterstufe des Realgymnasiums. Damit sollte etwa dem Umstand Rechnung getragen werden, dass kontinuierlicher Unterricht von September bis Juni aufgrund der zahlreichen Tourneen des Chores nicht möglich ist. Stundenplan und Tagesablauf werden daher flexibel gehandhabt, zum Ausgleich der verkürzten Jahresunterrichtszeit gibt es Unterricht in Kleingruppen sowie zusätzliche Fördermaßnahmen in den Schularbeitsfächern.

"Die Umwandlung eines Schulversuchs in eine Bildungsanstalt für darstellende Kunst ist ein mehr als symbolischer Beitrag, der Institution 'Wiener Sängerknaben' über diese Krisenzeit hinweg zu helfen", so Faßmann und Schuldirektor Hans-Christian Granaas in der Aussendung. Im Zuge der Coronakrise mussten die Sängerknaben bis Weihnachten ihre Auftritte absagen - laut Medienberichten in den vergangenen Wochen decken diese Engagements aber rund 70 Prozent der jährlichen Kosten des Vereins ab, der auch Träger der Schule ist. Insgesamt würden damit rund zwei Mio. Euro fehlen.

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