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Nachrichten leicht verständlich vom 30. Juli 2020

30.07.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Abstands-Regel wurde vom Gesundheits-Ministerium abgeschafft

Wegen der Corona-Krise hat die Regierung in Österreich eine Regel eingeführt, damit die Menschen genug Abstand halten. Sie sollte verhindern, dass sich das Corona-Virus im Land ausbreitet. Laut der Regel muss man auf der Straße mindestens 1 Meter Abstand zu fremden Menschen halten. Sie wurde auch "Baby-Elefant"-Regel genannt, weil ein Elefanten-Baby bei der Geburt ungefähr 1 Meter groß ist.

Diese Regel hat jetzt Gesundheits-Minister Rudolf Anschober abgeschafft. Es wird jetzt nicht mehr gestraft, wenn sich jemand nicht an die Regel hält.

Corona-Maßnahmen schadeten der Wirtschaft schwer

Die Maßnahmen gegen den Corona-Virus haben heuer im 2. Quartal eine sehr starke Rezession ausgelöst. In der Zeit von April bis Juni ist die österreichische Wirtschaft um 12,8 Prozent geschrumpft. Das ist mit Abstand die stärkste Rezession seit 75 Jahren. Das hat das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) bekanntgegeben.

Für längere Zeit waren alle Lokale und die meisten Geschäfte geschlossen. Auch Hotels, Sport-Einrichtungen und Kultur-Einrichtungen waren geschlossen. Dadurch wurde in diesen Bereichen nicht gearbeitet und auch kein Geld verdient.

Erklärung: Wirtschafts-Wachstum und Rezession

Wenn die Wirtschaft wächst, nennt man das Wirtschafts-Wachstum. Die Wirtschaft wächst, wenn mehr Dinge hergestellt und verkauft werden. Dann gibt es für die Menschen mehr Arbeitsplätze.

Bei einer Rezession ist es umgekehrt. Die Wirtschaft schrumpft, weil weniger Dinge hergestellt und verkauft werden. Dann gibt es auch mehr Arbeitslose, weil viele Menschen ihren Job verlieren.

Bei Schulsachen für Erstklässler gibt es große Preisunterschiede

Jedes Jahr geben Eltern viel Geld aus, wenn ihre Kinder in die erste Klasse kommen. Denn Schulsachen wie Buntstifte, Pinsel oder Schulhefte sind teuer. Die Arbeiterkammer (AK) hat festgestellt, dass die Preise der verschiedenen Marken-Schulsachen sehr unterschiedlich sein können.

Die vollständigen Schulsachen für das Kind können heuer von rund 50 Euro bis 279 Euro kosten. Die AK erinnert daran, dass es für einige Kinder auch Anspruch auf ein kostenloses Schulstart-Paket gibt. Das gilt, wenn die Eltern Mindest-Sicherung beziehen.

Erklärung: Arbeiterkammer

Die Arbeiterkammer wird abgekürzt auch AK genannt. Die Arbeiterkammer ist eine Organisation, die Arbeitnehmern hilft. Arbeitnehmer nennt man Personen, die in Firmen arbeiten. Die Arbeiterkammer hilft aber auch Konsumenten. Konsumenten sind alle Menschen, die etwas kaufen.

Erklärung: Mindest-Sicherung

Wenn Menschen in Österreich länger keine Arbeit haben und nicht genug Geld zum Leben haben, dann bekommen sie Geld vom Staat. Das nennt man Mindest-Sicherung. Die Mindest-Sicherung wird auch Sozial-Hilfe genannt. Mindest-Sicherung ist in den Bundesländern zur Zeit noch verschieden hoch.

Österreicher im EU-Durchschnitt am zufriedensten mit Beziehungen

Die Österreicher gehören zu den EU-Bürgern, die mit ihren Beziehungen am zufriedensten sind. Das hat eine Umfrage ergeben. Genauso zufrieden wie die Österreicher sind die Menschen in Irland, Malta und Slowenien mit ihren Beziehungen. Alle diese Länder haben mit ihrer Zufriedenheit einen Wert von 8,6 erreicht. Die Schweiz erreichte als Nicht-EU-Land denselben Wert.

Am unzufriedensten von allen 27 EU-Ländern waren die Menschen in Bulgarien mit ihren Beziehungen. Danach kamen Griechenland, Kroatien, Italien, Ungarn und Rumänien.

Sprachstufe A2:

Man muss jetzt auf der Straße nicht mehr 1 Meter Abstand halten

Im März hat sich das Corona-Virus

in Österreich schnell ausgebreitet.

Die Regierung hat deshalb damals

eine Regel neu eingeführt.

Laut der Regel sollte man auf der Straße

mindestens 1 Meter Abstand halten.

So wollte die Regierung verhindern,

dass sich der Corona-Virus ausbreitet.

Gesundheits-Minister Rudolf Anschober

hat diese Regel jetzt wieder abgeschafft.

Nun kann man nicht mehr bestraft werden,

wenn man nahe bei anderen Menschen steht.

Die Maßnahmen wegen Corona haben der Wirtschaft sehr geschadet

Die Maßnahmen gegen den Corona-Virus

sind sehr schlecht für die Wirtschaft.

Deshalb ist die Wirtschaft im 2. Quartal

sehr viel schwächer geworden.

Das hat das Wifo gesagt.

Das 2. Quartal besteht aus den

Monaten April, Mai und Juni.

Wenn eine Wirtschaft schwächer wird,

nennt man das schrumpfen.

So stark wie im 2. Quartal ist die

Wirtschaft in Österreich seit 75 Jahren

nicht mehr geschrumpft.

Im 2. Quartal waren längere Zeit

alle Lokale und die meisten Geschäfte zu.

Dadurch verdienten viele Firmen

weniger Geld und viele Menschen

haben nun weniger oder gar keine Arbeit.

Erklärung: Wifo

Wifo ist eine Abkürzung für

Wirtschafts-Forschungs-Institut.

Das Wifo beschäftigt sich

mit der Wirtschaft.

Es will auch herausfinden, wie es

der Wirtschaft in der Zukunft gehen wird.

Die Schul-Sachen von Kindern kosten oft unterschiedlich viel Geld

Jedes Jahr kommen viele Kinder

in die erste Schul-Klasse.

Das kostet die Eltern oft aber

viel Geld.

Denn die Schul-Sachen sind

oft sehr teuer.

Die Arbeiter-Kammer (AK) hat sich

angeschaut, wie viel Schul-Sachen kosten.

Es gibt große Preis-Unterschiede.

Zum Beispiel kosten Bunt-Stifte von

derselben Firma in manchen Geschäften

mehr als in anderen Geschäften.

Deshalb sollte man gut

die Preise vergleichen.

Laut AK bekommen manche Eltern

die Schul-Sachen für ihre Kinder gratis.

Aber nur, wenn die Eltern

die Mindest-Sicherung bekommen.

Erklärung: Arbeiterkammer

Die Arbeiter-Kammer ist eine Organisation.

Abgekürzt wird die Arbeiter-Kammer mit AK.

Die AK hilft Arbeit-Nehmern.

Arbeit-Nehmer werden Menschen genannt,

die in einer Firma arbeiten.

Die AK hilft auch Konsumenten.

Konsumenten sind alle Menschen,

die etwas kaufen.

Erklärung: Mindest-Sicherung

Wenn Menschen in Österreich sehr arm sind,

dann bekommen sie Geld vom Staat.

Das nennt man Mindest-Sicherung.

Die Mindest-Sicherung ist in den

Bundesländern noch verschieden hoch.

Die Mindest-Sicherung wird auch

Sozial-Hilfe genannt.

Die Menschen in Österreich sind mit ihren Beziehungen sehr zufrieden

Es gab in der EU eine Umfrage, wie

zufrieden die Menschen

mit ihren Beziehungen sind.

Dabei kam heraus, dass die Österreicher

sehr zufrieden sind.

Nur in den Ländern Irland, Slowenien und

Malta sind die Menschen genauso zufrieden.

Am unzufriedensten mit ihren Beziehungen

waren die Menschen in Bulgarien.

Auch sehr unzufrieden waren die Menschen

in Griechenland, Kroatien, Italien,

Ungarn und Rumänien.

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