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Preisträgerin des Hertha-Firnberg Stipendiums Brigitte Holzer © TU Wien
Preisträgerin des Hertha-Firnberg Stipendiums Brigitte Holzer © TU Wien

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Hertha-Firnberg-Stipendium geht an Chemikerin Brigitte Holzer

04.08.2020

Eine natürliche Zellgrenze ist die Doppellipidmembran, die aus einer doppelten Schicht von Fettmolekülen und darin integrierter Proteine besteht. Um das Zusammenspiel der Bestandteile und einzelne Proteine besser untersuchen zu können, stellt Brigitte Holzer vom Institut für Angewandte Synthesechemie der Technischen Universität (TU) Wien künstliche Membransysteme auf einer Goldoberfläche her. Für dieses Projekt erhielt sie nun ein Hertha-Firnberg-Stipendium des Wissenschaftsfonds FWF.

Die Proteine transportieren Moleküle in und aus der Zelle. Wenn man ihre Funktionsweise untersuchen will, muss man allerdings berücksichtigen, dass diese Proteine nicht starr in die Lipidschicht integriert sind. Sie sind dynamisch und können herumwandern. "Es gab bereits Versuche, eine natürliche Zellmembran mit synthetisch hergestellten Molekülen nachzubilden", sagt Brigitte Holzer. "Allerdings sind solche Modellsysteme bisher kein gutes Abbild einer natürlichen Membran, weil bei ihnen die Lipidmobilität stark eingeschränkt ist."

Daher geht Holzer einen anderen Weg: Sie stellt eine künstliche Membran her, indem sie passende Moleküle auf einer Goldoberfläche platziert. Das ermöglicht die nötige Beweglichkeit, gleichzeitig kann man mit bestimmten "Ankergruppen" auch für die nötige Stabilität sorgen. So entsteht eine Membran mit ähnlichen Eigenschaften, wie man sie von biologischen Membranen kennt. Man kann dort dann Membranproteine integrieren und ihr Verhalten genau untersuchen.

Integration von α-Hämolysin-Nanoporen

"Wir werden sogenannte α-Hämolysin-Nanoporen in die Membran integrieren", sagt Holzer. "Mit unterschiedlichen Methoden werden wir die Stabilität und die Aktivität des Proteins studieren. Das dient nicht nur der Grundlagenforschung an Protein-Lipid-Interaktionen, unsere Ergebnisse können auch für die Entwicklung pharmazeutischer Screenings hilfreich sein."

Finanziert wird dieses Projekt nun durch ein Hertha-Firnberg-Stipendium des FWF. Das Programm hat das Ziel, hervorragend qualifizierte Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, bei ihrer Karriereentwicklung zu unterstützen.

Service: http://go.apa.at/N6syLrAU

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