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Höchstwerte im Salzburger Bezirk Hallein © APA
Höchstwerte im Salzburger Bezirk Hallein © APA

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Corona-Ampel - Salzburger Tennengau bleibt Österreichs Hotspot

23.10.2020

Eine Rotschaltung wäre in der aktuellen Ampelschaltung für 38 Regionen möglich gewesen, wie aus dem Arbeitsdokument der Corona-Kommission hervorgeht. 25 sind es letztendlich geworden. Vier davon wurden bereits in der Vorwoche auf "Sehr hohes Risiko" eingestuft. Voraussetzung: eine risikoadjustierte Sieben-Tages-Inzidenz von über 100. Im Salzburger Bezirk Hallein stieg dieser Wert innerhalb einer Woche von 275 auf 550, womit der Tennengau derzeit absoluter Corona-Hotspot ist.

Die Ausnahmesituation im Vergleich zu den restlichen 100 Ampel-Regionen zeigt der Blick den Bezirk Sankt Johann im Pongau, ebenfalls in Salzburg. Das war eine der fünf Regionen, die in der Vorwoche wegen der Abgrenzbarkeit der Cluster noch Orange bekommen hatten. Jetzt weist der Bezirk mit 256,5 den zweithöchsten Wert bei der Sieben-Tages-Inzidenz - und erreicht trotzdem nicht einmal die Hälfte der 550 im Tennengau. Neben Sankt Johann bekamen diese Woche auch die vier weiteren Bezirke und Städte eine Rotschaltung, die dem in der Vorwoche noch entgehen konnten: es waren dies Imst, Schwaz (jeweils Tirol) und Rohrbach in Oberösterreich sowie die Stadt St. Pölten.

Die risikoadjustierte Sieben-Tages-Inzidenz von Österreich stieg von 57,6 auf 81,7 innerhalb einer Woche, wäre so also noch im Bereich von Orange, während auf Landesebene die Bundesländer Vorarlberg (109), Tirol (104) und Salzburg (146) mit Werten von über 100 Fällen auch im Gesamten Rot-Kandidaten wären. Österreichweit sind aktuell weniger als zwei Drittel (60 Prozent) aller Fälle geklärt, nach 65 Prozent in der Vorwoche. Bis auf Kärnten ging der Anteil in ganz Österreich zurück, in Salzburg sogar auf 45 Prozent. Somit waren in Salzburg 55 Prozent der Neuinfektionen ohne bekannte Quelle.

Auch die Entwicklung bei der prozentuellen Anzahl an positiven PCR-Tests zeigt einen negativen, in diesem Fall ansteigenden Trend: Er stieg österreichweit bei leicht angestiegener Zahl an Tests von sechs auf acht Prozent und liegt damit weiter über der WHO-Positivitätsrate von fünf Prozent. Ihre Höhe ist ein Indiz für die Höhe der übersehenen Fälle und hat in der aktuellen Kalenderwoche in Oberösterreich und Salzburg bereits den Wert von zehn überschritten, Wien liegt mit 9,7 nur knapp darunter.

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