Medizin & Biotech

APA

Coronavirus - Steirische Unis stellten Ampel auf Orange

29.10.2020

An den drei größten steirischen Hochschulen - Uni und Technische Universität Graz sowie Montanuni Leoben - steht die Corona-Ampel seit Mittwoch auf Orange, wie auf den jeweiligen Homepages bekanntgegeben wurde. Im Großen und Ganzen sind sich die Regeln an den drei Unis sehr ähnlich. "Unis sind zwar autonom geregelt, aber wir wollten auf die Umfärbung der Bezirke reagieren", sagte Erhard Skupa, Sprecher der Montanuni, laut "Kleine Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe).

Die Gebäude der TU Graz bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auf allen "Verkehrsflächen" (z. B. Gänge, Stiegenhäuser, Sozialräume) in den Gebäuden der TU Graz verpflichtend, der Forschungsbetrieb in Laboreinrichtungen nur eingeschränkt möglich. Der Bürobetrieb ist auf rund die Hälfte der Mitarbeiter reduziert, die anderen befinden sich im Home Office. Parteienverkehr gibt es ausschließlich nach Voranmeldung, es werden Anwesenheitslisten geführt. Die Bibliothek und andere Lern- und Lesebereiche inklusive der IT-Lernzentren sind nur eingeschränkt benutzbar.

Auf der Uni Graz wird die Situation ebenso gehandhabt. "Unsere Lese- und Lernsäle bleiben vorerst offen, um ein halbwegs geregeltes Studieren zu ermöglichen", sagte Uni-Graz-Sprecher Joachim Hirtenfellner. Der Bürobetrieb ist auf 50 Prozent des Personals beschränk, der Rest ist im Home Office. Im Parteienverkehr gilt Maskenpflicht und es wird zum Führen von Personenlisten geraten, Sitzungen finden grundsätzlich digital statt. Die Auslastung der Lehrräume darf mit maximal 25 Prozent der Kapazität stattfinden. Für die Universitätsbibliothek muss man sich mittels Ticketsystem anmelden, die Lesesäle und Lernzonen bleiben bis auf Widerruf geöffnet.

Präsenzbetrieb in Salzburg bereits ausgesetzt

An der Uni Salzburg wurde der Präsenzbetrieb mit Blick auf die hohen Infektionszahlen bereits vor zwei Wochen ausgesetzt, die Bruckner Privatuniversität in Linz hat mit dem heutigen Donnerstag soweit möglich auf Distance Learning umgestellt und alle Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt. An anderen Unis sind weitere Einschränkungen des Präsenzbetriebes derzeit noch nicht absehbar.

An der Universität Innsbruck waren am Donnerstag bis Mittag "aus aktueller Sicht keine Änderungen geplant". 70 Prozent der Lehrveranstaltungen finden dort ohnehin bereits virtuell statt. Die Lage werde allerdings genau beobachtet und ständig neu bewertet, verwies ein Sprecher der Uni gegenüber der APA auf eine für heute geplante Sitzung.

An der Technischen Universität (TU) Wien fahre man derzeit "mit 50 Prozent Last bei der Präsenzlehre", wie eine Sprecherin sagte. Sollte sich die Lage verschärfen, könnte man als Zwischenschritt auf 25 Prozent ausdünnen, bevor wieder vollständig auf Distance Learning umgestellt werde. Grundsätzlich wolle man den Studenten aber die Möglichkeit geben, so viel Präsenzlehre wie möglich zu bekommen.

Hybridbetrieb in Linz

An der Universität Linz beobachtet man die Entwicklung, derzeit gebe es einen Hybridbetrieb bei der Lehre. Bei einer Verschlechterung der Lage können zusätzlich zu den bereits getroffenen weitere Maßnahmen in Kraft treten. Auf der Homepage werden aktuelle Infos zu positiv getesteten Personen an der Uni Linz geboten. Dort erfährt man etwa über positive Testungen eines Studenten bei einer bestimmten Lehrveranstaltung bzw. eines Mitarbeiters und dessen letzter Anwesenheit im Büro.

An der größten Universität des Landes, der Uni Wien, und an der Wirtschaftsuniversität (WU) will man ebenfalls noch die Ergebnisse der aktuellen Corona-Ampelschaltung und mögliche neue Maßnahmen durch die Regierung abwarten, ehe über mögliche Verschärfungen von Sicherheitsmaßnahmen entschieden wird. An der Uni Wien gilt schon derzeit eine fast durchgängige Maskenpflicht, der Großteil der Lehre findet auch hier schon online statt. An der WU ist der Präsenzbetrieb ebenfalls jetzt schon stark eingeschränkt, eine komplette Umstellung auf Distanzbetrieb hätte allerdings große Auswirkungen auf die nächste Großprüfungswoche im November, bei der 12.000 Prüfungsantritte erwartet werden.

STICHWÖRTER
Epidemie  | Viruserkrankung  | Universität  | Steiermark  | Tirol  | Bez. Graz  | Graz  | Bez. Innsbruck  | Innsbruck  | Oberösterreich  | Bez. Linz  | Linz  | Wien  | Gesundheit  | Krankheiten  | Infektionen  | Bildung  | Schule  | Hochschulwesen  | Coronavirus  |
Weitere Meldungen aus Medizin & Biotech
APA
Partnermeldung