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Neues Wiener Bildungsprojekt für Jugendliche aus EU- und Drittstaaten

08.02.2018

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 05/2018 und nicht zwingend tagesaktuell

In Wien ist ein neues Bildungsprogramm für zugewanderte Jugendliche gestartet. Das Projekt "Interspace" richtet sich - anders als das 2017 angelaufene "Jugendcollege" - nicht vorrangig an Asylwerber und -berechtigte, sondern an junge Menschen aus EU- und Drittstaaten. Teilnehmern sollen Basiswissen und Sprachkompetenzen vermittelt werden, um sie besser in den Arbeitsmarkt integrieren zu können.

Zielgruppe des Angebots sind demnach 15- bis 21-Jährige, die nicht mehr schulpflichtig sind und neu in die Bundeshauptstadt kommen. Sie sollen in vier aufeinander aufbauenden Modulen von je vier Monaten mit Grundkompetenzen wie Mathematik, Englisch oder digitalen Skills ausgestattet werden. Andererseits geht es darum, Unterstützung bei der Jobsuche zu geben. "Interspace" hilft bei der Vermittlung von Praktika oder dem Kontaktaufbau zu Betrieben. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Pflichtschulabschluss nachzuholen oder den Besuch einer weiterführenden Ausbildung zu ermöglichen. Für heuer stehen 520 Kursplätze zur Verfügung.

2,2 Mio. Euro für die Bildung

"Mir geht es darum, dass junge Menschen schnell auf eigenen Beinen stehen können, sei es durch eine gute Bildung oder einen Job. Wir lassen die Jugendlichen nicht im Stich, egal woher sie kommen", betonte Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) anlässlich der Präsentation des Programms. Auch Sozialkompetenzen sollen etwa beim gemeinsamen Lernen vermittelt werden.

Das Projekt ist vorerst für ein Jahr ausfinanziert, budgetiert sind rund 2,2 Mio. Euro. Die Hälfte kommt aus dem Europäischen Sozialfonds, je ein Viertel vom Bildungsministerium und der Stadt Wien.

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