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Siegerehrung (v.l.): Prietl (Mirage91), Betella (WHi) und Collumb (NeuroCONCISE) © ETH Zürich/TU Graz/Maximilian Wührer
Siegerehrung (v.l.): Prietl (Mirage91), Betella (WHi) und Collumb (NeuroCONCISE) © ETH Zürich/TU Graz/Maximilian Wührer

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Team der TU Graz belegt zweiten Platz bei der "Cybathlon BCI Series"

20.09.2019

Durch Gedankenkraft Computer, Maschinen oder Körperprothesen steuern: Das ist das Prinzip von Brain-Computer-Interfaces (BCI), sogenannten Gehirn-Computer-Schnittstellen. Bei der "Cybathlon BCI Series" traten am 17. September an der Technischen Universität (TU) Graz Pilotinnen und Piloten von Teams aus fünf Ländern in einem Rennbewerb gegeneinander an: Die Piloten, die vom Hals abwärts gelähmt sind, steuerten mit den von ihren Hirnströmen ausgehenden Impulsen Avatare über einen virtuellen Parcours.

Die TU Graz schickte ihr Team "Mirage91" (Mental Imagery Racing Graz Established 91) ins Rennen. Es war schon im Jahr 2016 beim ersten "Cybathlon" in Zürich dabei und belegte heuer hinter dem italienischen Team "WHi" den zweiten Platz. Die Mannschaft bestand aus Studierenden und Forschern der TU Graz und dem Piloten Pascal Prietl. Der Steirer aus dem Süden von Graz ist querschnittsgelähmt. Zum Wettbewerb traten laut ETH Zürich weiters Teams aus Thailand, Großbritannien und Frankreich an.

Am Vormittag standen die Qualifikationsläufe am Programm, am Nachmittag dann Finale und Siegerehrung. Zwischen den beiden Rennblöcken sprach der Initiator des Wettbewerbs und Professor an der ETH Zürich, Robert Riener, über die Idee hinter dem "Cybathlon". Die "Cybathlon BCI Series 2019" fand verbunden mit der "8. Grazer Brain-Computer Interface Konferenz" (16. bis 20. 9.) statt. Die Experten hatten dort die Möglichkeit, ihre Technologien und Methoden vorzustellen.

Das virtuelle Rennen mit Gedankensteuerung (BCI) ist eine von insgesamt sechs Disziplinen, die im Rahmen des "Cybathlon" ausgetragen werden. Bei dem von der ETH Zürich ins Leben gerufenen und alle vier Jahre in Zürich stattfindenden Wettbewerb treten Menschen mit Beeinträchtigungen aufgrund von Rückenmarksverletzungen, Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen mithilfe von Assistenztechnologien gegeneinander an. In den sechs Disziplinen zeigen sie, was Roboter- und Neurotechnologie zu leisten vermag. Die aktuelle "Cybathlon BCI Series" in Graz war ein eigenständiger Wettbewerb, quasi ein "Aufwärmtraining" für die Großveranstaltung in Zürich.

Service: Weitere Informationen unter: https://www.tugraz.at/institutes/ine/graz-bci-conferences/8th-graz-bci-conference-2019/ , https://cybathlon.ethz.ch/de/road-to-2020/cybathlon-series/bci-series-in-graz-2019.html

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