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Tiefsee-Forscher entdeckten neue Schlangenstern-Arten

25.10.2019

Tiefsee-Forscher haben im Pazifik eine bisher unbekannte Vielfalt von Schlangensternen entdeckt. Mehrere neue Arten dieser engen Verwandten der Seesterne lebten in einem potenziellen Abbaugebiet von Manganknollen, berichtete ein deutsch-australisches Forscherteam. Beteiligt war auch das Deutsche Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung (DZMB) Senckenberg am Meer.

Die Forscher warnten vor einem Verlust der bisher unbekannten Biodiversität durch den Tiefsee-Bergbau. Es könnten Hunderte Jahre vergehen, bis sich das Ökosystem davon erholt habe.

Die Wissenschafter hatten ein Teilgebiet der etwa 7.000 Kilometer langen Zone zwischen Hawaii und Mexiko untersucht. Das Areal ist reich an Manganknollen und wertvollen Rohstoffen wie Nickel, Cobalt und Mangan. Mehrere Staaten, darunter auch Deutschland, haben bereits Lizenzen zum kommerziellen Abbau der unterseeischen Bodenschätze erworben.

Die Artenvielfalt in dieser Zone sei aber noch längst nicht vollständig erforscht, sagte die DZMB-Biologin Magdalini Christodoulou bei Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven. Sinnvolle Schutzkonzepte könnten erst mit einem grundlegenden Wissen entwickelt werden. Einige der fünfarmigen, zentimetergroßen Tiere gehörten zu Arten, die sich seit mehr als 70 Millionen Jahren in der Tiefsee entwickelt haben. Die Ergebnisse der Forscher sind im Fachmagazin "Current Biology" veröffentlicht.

Service: Fachartikel DOI 10.1016/j.cub.2019.09.012: http://go.apa.at/vfBeef6w

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